Börsen-Bericht

Dax startet tiefer in die neue Handelswoche

Offene Fragen zum EFSF-Plan verunsichern die Anleger. Der deutsche Leitindex Dax gibt leicht nach. Besonders stark verlieren Finanzwerte.

Angesichts der Fülle noch offener Detailfragen rund um die Pläne zur Bekämpfung der europäischen Schuldenkrise haben sich Anleger aus dem deutschen Aktienmarkt zurückgezogen. Der Dax verlor nach seinem gut sechsprozentigen Plus der Vorwoche zur Eröffnung 0,9 Prozent auf 6288 Punkte. Der MDax gab 0,99 Prozent auf 9247 Punkte ab, der TecDax verlor 0,25 Prozent auf 715 Punkte.

Die Gipfel-Beschlüsse der vergangenen Woche würden nun seziert, sagte Marktstratege Stan Shamu von IG Markets. Er gehe davon aus, dass in den kommenden Tagen einige Haare in der Suppe gefunden würden. „Die mäßige Nachfrage bei der italienischen Anleihe-Emission ist ein Zeichen für die Zweifel der Investoren, dass die Krise wirklich eingedämmt werden kann“, fügte Shamu hinzu.

Zu den größten Verlierern im Dax zählten Deutsche Bank und Commerzbank. Parallel zur europäischen Konkurrenz verloren sie jeweils knapp drei Prozent auf 32,32 beziehungsweise 1,89 Euro. In der Vorwoche hatten sie prozentual zweistellig zugelegt.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,7 Prozent schwächer bei 8988 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gab bis Handelsschluss 0,96 Prozent nach auf 764 Zähler. Die Aktien von Firmen wie Honda Motor, Panasonic und Toshiba gaben vor der mit Spannung erwarteten Quartalszahlen nach. Gegen den Markttrend konnten sich indes Titel von Exportunternehmen wie Toyota und Nissan behaupten: Toyota-Aktien schlossen 0,46 Prozent fester, Nissan verbuchte bis Handelsschluss ein Plus von 1,66 Prozent.

Auch an den Aktienmärkten in Südkorea , Taipeh und Singapur lagen die Kurse überwiegend im Minus. Die wichtigen chinesischen Handelsplätze in Hongkong und Shanghai verbuchten ebenfalls Verluste.