US-Börsen

Konjunkturhilfen der Fed beflügeln Dow Jones

Die Ankündigungen von Fed-Chef Bernanke, die Konjunktur zu beleben, taten den US-Börsen gut. Der Dow Jones schloss im Plus.

Eine Rally kurz vor Handelsschluss hat die Wall Street am Dienstag in die Gewinnzone gedrückt. Vor allem Technologiewerte standen auf den Einkaufszetteln, auch die in den vergangenen Wochen gebeutelten Finanzwerte erholten sich. Börsianer machten sich Hoffnung auf weitere Konjunkturhilfen der Federal Reserve.

Die Furcht vor einer Pleite Griechenlands und einem Kollaps des internationalen Finanzsystems, die der Wall Street im Handelsverlauf Verluste eingebrockt hatten, wurden in den Hintergrund gedrängt.

Die US-Notenbank steht nach den Worten ihres Präsidenten Ben Bernanke bereit, bei Bedarf die schleppende Erholung der amerikanischen Konjunktur anzuschieben. Die Äußerungen deuteten darauf hin, dass Bernanke alles vermeide wolle, was die Finanzmärkte aus der Fassung bringen könnte, sagte Paul Ashworth, Chefökonom von Capital Economics in Toronto.

Nachdem er am Montag auf den tiefsten Stand seit 13 Monaten gefallen war , notierte der Dow-Jones-Index der Standardwerte zum Handelsschluss mit einem Plus von 1,4 Prozent bei 10.808 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Index zwischen 10.404 und 10.825 Punkten.

Nasdaq gewann knapp drei Prozent

Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1123 Punkten, ein Plus von 2,3 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann knapp drei Prozent und ging mit 2404 Punkten aus dem Handel. In Deutschland ging der Dax mit einem Minus von knapp drei Prozent bei 5216 Punkten aus dem Handel.

Bei den Einzelwerten standen erneut die Banken im Fokus. Das belgisch-französische Institut Dexia ist wegen der Schuldenkrise in Griechenland in Schieflage geraten. Allerding zogen die Nachrichten aus Europa die Branche nur anfangs in Mitleidenschaft, zu Handelsschluss lagen Finanzinstitute wieder im Plus. So gewann Morgan Stanley zwölf Prozent. Anteilsscheine der Bank of America legten 4,2 Prozent zu, Goldman Sachs fünf Prozent.

Technologiewerte kletterten kräftig. Yahoo legte 6,9 Prozent zu. Enttäuscht reagierten Händler allerdings auf die Vorstellung von Apples neuen iPhone. Die neue Version des Verkaufsschlagers ist schneller und hat eine bessere Kamera, grundlegende Innovationen blieben jedoch aus. Das Apple-Papier verlor 0,6 Prozent.

EU wird sich gegen Börsenzusammenschluss aussprechen

Aufwärts ging es dagegen für die Aktien des New Yorker Börsenbetreibers. Nach Reuters-Informationen wird sich die EU in dieser Woche offiziell gegen den Zusammenschluss von Nyse Euronext und Deutscher Börse aussprechen. Nyse-Aktien legten sieben Prozent zu, die der Deutschen Börse gaben dagegen in Frankfurt 3,8 Prozent nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,66 Milliarden Aktien den Besitzer. 1851 Werte legten zu, 1229 gaben nach und 33 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von drei Milliarden Aktien 1884 im Plus, 682 im Minus und 75 unverändert.