US-Börsen

Positive Konjunkturdaten treiben Wall Street an

Gute Konjunkturdaten und Hoffnung auf Hilfen für die europäischen Banken haben den Dow nach oben getrieben. Besonders die Yahoo-Aktie klettert kletterte deutlich.

Positive Konjunkturdaten und Hoffnungen auf Hilfen für den angeschlagenen europäischen Bankensektor haben der Wall Street am Mittwoch Auftrieb gegeben. Die Rufe des Internationalen Währungsfonds nach Kapitalspritzen für Europas Banken stoßen bei Politikern angesichts der kritischen Lage an den Märkten nicht mehr auf taube Ohren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich nach einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso grundsätzlich offen für eine Stützung der Institute. An der Wall Street gewannen nach positiven Daten etwa vom Arbeitsmarkt vor allem Rohstoff,- Energie- und Industriewerte, deren Geschäft unmittelbar an die Konjunkturentwicklung gekoppelt ist. Schnäppchenjäger griffen bei Technologiewerten zu. Yahoo -Aktien schossen nach einer Reuters-Meldung nach oben, wonach Microsoft ein Übernahme-Gebot erwägt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 10.939 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Index zwischen 10.738 und 10.950 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1144 Punkten, ein Plus von 1,8 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 2,3 Prozent und ging mit 2460 Punkten aus dem Handel. In Deutschland ging der Dax mit einem Plus 4,9 Prozent bei 5473 Punkten aus dem Handel.

91.000 neue Arbeitsplätze in US-Privatwirtschaft

Im September sind trotz der andauernden Misere auf dem Jobmarkt laut Datenanbieter ADP immerhin 91.000 neue Arbeitsplätze in der US-Privatwirtschaft entstanden. Dies waren 16.000 mehr als erwartet. Die ADP-Daten werden als Indikator für die für Freitag erwarteten offiziellen Zahlen des Arbeitsministeriums gewertet. Auch der US-Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe fiel etwas besser aus als die Prognosen der Analysten.

Bei den Einzelwerten schlossen Yahoo-Papiere zehn Prozent im Plus auf 15,92 Dollar. Nach der gescheiterten Übernahme 2008 steht Microsoft Insidern zufolge erneut vor dem Griff nach dem Internetkonzern. Mit dem Vorgang vertraute Personen sagten, der Softwarekonzern erwäge ein Gebot.

Nach Tagen des Ausverkaufs hatten Schnäppchenjäger Technologiewerte wie Dell und Hewlett-Packard auf den Einkaufszetteln, die 5,9 beziehungsweise 3,6 Prozent zulegten. Der Blackberry-Hersteller Research in Motion gewann nach Übernahmegerüchten zwölf Prozent. Am Vortag war das Papier erstmals seit fast sechs Jahren unter 20 Dollar gefallen.

Auch Walt Disney legte zu

Auch der Unterhaltungskonzern Walt Disney konnte zulegen. Nach einer Kaufempfehlung durch die Citigroup gewann der Wert 5,5 Prozent. Papiere des Dünger- und Saatgutherstellers Monsanto waren ebenfalls gefragt. Der Bayer-Konkurrent hatte im abgelaufenen Quartal weniger Verluste als erwartet verbucht und seinen Umsatz kräftig gesteigert. Die Aktie gewann 5,2 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,19 Milliarden Aktien den Besitzer. 2215 Werte legten zu, 794 gaben nach und 61 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,46 Milliarden Aktien 1743 im Plus, 789 im Minus und 89 unverändert.