Leserfrage

Soll ich Geld im gewöhnlichen Brief verschicken?

Gibt es eine Wertgrenze für Sendungen per Brief? Wenn ich Bargeld oder auch Schecks verschicken möchte, geht das in einem normalen Brief?

Foto: ddp

Antwort: Der Versand von Bargeld in gewöhnlichen Briefen, auch in Einschreiben, ist nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Post schon seit vielen Jahren ausgeschlossen und damit auch die Haftung bei eventuellem Verlust oder bei Beschädigung. Dasselbe gilt für Schecks, deren Einlösung garantiert ist (Barschecks) sowie Blankoreiseschecks.

Bargeld bis 500 Euro (auch ein Barscheck bis zu dieser Höhe) kann im Inland als Express-Brief oder in einem Paket verschickt werden. An denselben Empfänger dürfen am selben Tag nur insgesamt 500 Euro geschickt werden, auch wenn es sich um mehrere Sendungen handelt.

Ein Express-Brief mit einem Gewicht bis 50 Gramm kostet 9,90 Euro, das Paket bis zehn Kilogramm kostet 6,90 Euro (mit einer Online Frankierung 5,90 Euro). Für Express-Briefe und Pakete haftet DHL im Verlustfall oder bei Beschädigung bis zu einer Höhe von 500 Euro.

Der Versand von Bargeld und Schecks in das Ausland ist in gewöhnlichen Briefen und Einschreiben nicht zulässig. Bis zu einem Wert von 500 Euro dürfen sie in Wertsendungen (Wertbrief International) und Paketen versandt werden, sofern gemäß den Länderinformationen keine noch niedrigeren Wertgrenzen vorgesehen sind. Express-Sendungen in das Ausland dürfen kein Bargeld und keine Schecks enthalten. (Hugo Gimber, Unternehmensbereich Brief, Deutsche Post DHL )