Wall Street

Dow Jones startet mit kräftigem Plus in neue Woche

Die Wall Street startet mit kräftigem Auftrieb in die Woche. Die Fusion zweier Großbanken verbreitete Hoffnung am Markt. Der Dow Jones legte 2,3 Prozent zu.

Ermutigende Signale aus dem schuldengeplagten Griechenland und von der US-Wirtschaft haben der Wall Street zum Wochenstart kräftigen Auftrieb verliehen. Die Fusion zweier griechischer Großbanken nährte am Markt die Hoffung, dass die Europäer bei der Bewältigung ihrer finanziellen Probleme vorankommen.

Ein überraschend deutlicher Anstieg der US-Konsumausgaben konnte zudem die Furcht vor einer neuen Rezession in der weltgrößten Volkswirtschaft lindern. Für Erleichterung sorgte daneben, dass der Hurrikan „Irene“ New York weniger schwer getroffen hatte als befürchtet. Allerdings war das Handelsaufkommen gering. Denn viele Händler blieben zu Hause, weil der wegen „Irene“ stillgelegte Nahverkehr in der Millionen-Metropole nur langsam wieder in Gang kam.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,3 Prozent im Plus bei 11.539 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Index zwischen 11.541 und 11.286 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 2,8 Prozent auf 1210 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 3,3 Prozent auf

2562 Punkte zu. Zuvor war der deutsche Leitindex Dax in Frankfurt 2,4 Prozent fester bei 5670 Punkten aus dem Handel gegangen.

Zuversicht der Anleger wuchs

Nach den Börsenturbulenzen der vergangenen Wochen wuchs die Zuversicht unter den Anlegern wieder etwas. Die Nachrichten aus Europa und vor allem aus Griechenland sowie der glimpfliche Verlauf von Hurrikan „Irene“ hätten dem Markt geholfen, sagte Keith Wirtz, Chief Investment Officer von Fifth Third Asset Management. „Wir haben angefangen, unser Geld wieder arbeiten zu lassen.“

Zu den größten Gewinnern gehörten Finanzwerte. Sie profitierten von der Ankündung der griechischen Großbanken Alpha und Eurobank, zum größten Finanzinstitut in Südosteuropa zu fusionieren. Anleger hofften auf weitere Zusammenschlüsse der von Schuldenkrise und Rezession gebeutelten griechischen Geldhäuser.

„Es muss in der Region noch mehr getan werden, aber die Fusion war nötig und deswegen gibt es eine Pause bei dem jüngsten Verkaufsdruck“, sagte Portfoliomanager David Ruff von Forward Select EM Dividend Fund. Dies dürfte Sorgen um den Bankensektor etwas lindern. Der S&P-Finanzwerte-Index legte 4,2 Prozent zu. Die Aktien der Großbank JP Morgan Chase verteuerten sich um 3,9 Prozent. Die Titel der Citigroup zogen um 4,9 Prozent an.

Papiere der Bank of America gewannen mehr als acht Prozent

Die Papiere der Bank of America gewannen mehr als acht Prozent. Hier griffen Anleger auch deswegen zu, weil das zuletzt stark unter Druck geratene Institut gut die Hälfte seiner Zehn-Prozent-Beteiligung an der chinesischen CCB -Bank für rund 8,3 Milliarden Dollar verkauft und so seine Kapitaldecke stärken kann.

Kräftig zulegen konnten auch die Versicherer, nachdem New York und die gesamte Ostküste „Irene“ am Wochenende relativ unbeschadet überstanden hatten. Ersten Schätzungen des Risikomodellierers Eqecat zufolge wird es in den US-Bundesstaaten North und South Carolina durch „Irene„ versicherte Schäden von 200 bis 400 Millionen Dollar geben.

Zusammen mit den Schäden des Wirbelsturms in der Karibik kommt Eqecat damit auf 500 Millionen bis eine Milliarde Dollar – weit weniger als befürchtet. Die Aktien des Versicherers Travelers stiegen um gut fünf Prozent. Die Papiere des Rivalen Allstate zogen um 8,5 Prozent an.

Verbraucher zeigten sich spendabel

Erstaunlich spendabel zeigten sich die Verbraucher. Mit einem Plus von 0,8 Prozent stiegen die Konsumausgaben in den USA im Juli so stark wie seit fünf Monaten nicht mehr. Experten hatten lediglich ein Plus von 0,5 Prozent erwartet. „Die Konsumausgaben sind seit Monaten im Blickpunkt.

Daher ist jede Art von Stärke ein gutes Zeichen für die Wirtschaft und für den Markt“, sagte Brian Lazorishak von Chase Investment Counsel. Zuletzt hatten enttäuschende Konjunkturdaten die Furcht geschürt, dass die stark vom Konsum abhängige US-Wirtschaft in die Rezession zurückfallen könnte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 910 Millionen Aktien den Besitzer. 2797 Werte legten zu, 270 gaben nach und 51 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,64 Milliarden Aktien 2261 im Plus, 331 im Minus und 64 unverändert.