Börsenbericht

Nervosität am deutschen Aktienmarkt hält an

Die weltweite Konjunkturabkühlung und die Schuldenkrisen verunsichern die Anleger auch weiterhin. Der Dax verbucht nur moderate Gewinne.

Gezeichnet von der anhaltenden Nervosität am Aktienmarkt ist der Dax wechselhaft in die neue Woche gestartet. Nach frühen Verlusten von bis zu 1,30 Prozent drehte der Leitindex im weiteren Verlauf ins Plus und überwand zeitweise wieder die Schwelle von 5500 Punkten.

Zuletzt stand er mit plus 0,18 Prozent bei 5490 Punkten knapp unterhalb dieser Marke. Der MDax gewann 0,29 Prozent auf 8429 Punkte und der TecDax rückte um 0,67 Prozent auf 695 Punkte vor.

Kapitalmarktexperte Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser begründete die moderaten Kursgewinne mit einem stabilisierten Euro und einer Entspannung beim Ölpreis.

Entspannung am Ölmarkt

Für die Entspannung am Ölmarkt s orgte das näher rückende Ende des Regimes von Machthaber Muammar al-Gaddafi in Libyen. „Die Bewegungen am Aktienmarkt bleiben jedoch unberechenbar“, betonte der Experte mit Blick darauf, dass derzeit der computergestützte Futures-Handel die Richtung an den Börsen vorgebe. „Das gebrannte Kind scheut das Feuer“, fasste der Experte die Stimmung der Anleger zusammen.

Kurstreibende Nachrichten waren zum Wochenauftakt Mangelware. E.on-Titel stemmten sich mit plus 2,71 Prozent auf 14,40 Euro gegen den schwachen Markttrend, was am Markt mit Kaufempfehlungen einiger Analysten begründet wurde. Aktien aus der Autobranche gaben derweil überdurchschnittlich nach.

Ein Analyst verwies als Grund auf die weiter schwelenden Sorgen um die Schuldenkrise und die Weltwirtschaft. Aktien von BMW büßten 2,22 Prozent auf 51,15 Euro ein und VW lagen mit 1,63 Prozent im Minus. Im TecDax kletterten die Aktien von QSC wegen Übernahmespekulationen um 6,76 Prozent auf 2,10 Euro.