US-Börse

Dow geht wieder mit Verlusten ins Wochenende

Wall Street beendet vierte Woche in Folge mit Verlust. Angekündigter Konzernumbau von Hewlett-Packard lässt Aktie um mehr als 20 Prozent einbrechen.

Die Wall Street hat am Freitag die vierte Woche in Folge mit Verlusten beendet. Nach einem kurzen Ausflug in die Gewinnzone gaben die wichtigsten US-Indizes im weiteren Verlauf wieder ab und schlossen zum Teil erneut deutlich tiefer.

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von 1,57 Prozent bei 10 817,65 Punkten. Zuvor war der US-Leitindex in der Spitze um bis zu 0,87 Prozent gestiegen. Auf Wochensicht gab er damit 4,01 Prozent ab.

Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 1,50 Prozent auf 1123,53 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Auswahlindex Nasdaq 100 um 1,68 Prozent auf 2038,22 Punkte und für den Composite-Index ging es um 1,62 Prozent auf 2341,84 Punkte abwärts.

Die anhaltenden Sorgen um ein sich abschwächendes weltweites Wirtschaftswachstum hatten zuletzt wieder die Oberhand, hieß es am Markt. „Was wir hier sehen ist eine Vertrauenskrise“, sagte ein Stratege. Der Markt habe Angst, in eine Rezession zu schlittern und dabei von nicht funktionierenden Regierungen geführt zu werden.

Zweifel an HP-Modell

Auf Unternehmensseite sorgten erneut die Papiere von Hewlett-Packard (HP) für Gesprächsstoff. Die Aktien sackten nach dem am Vorabend bereits angekündigten Konzernumbau zeitweise um mehr als ein Fünftel ab. Das war der größte Tagesverlust seit mindestens 1980. Zum Handelsschluss notierten die Aktien noch bei 23,60 US-Dollar und damit um 19,95 Prozent schwächer.

Der massive Umbau des Konzerns stößt bei den Anlegern auf große Zweifel. HP-Chef Léo Apotheker will sich vom PC-Geschäft trennen und Milliarden für den Zukauf eines britischen Software-Anbieters ausgeben. „Die Anleger haben das Vertrauen in den Wert verloren“, kommentierte ein Analyst die zahlreichen Informationen.

Weitere Technologiewerte wie IBM, Intel und auch Microsoft zählten im Dow zu den schwächsten Titeln. Bankenwerte wie Bank of America und JPMorgan litten unter den Vorgaben ihrer europäischen Konkurrenten. Sie gaben um 0,57 und 2,39 Prozent nach.

McDonalds' auf Gewinnerliste

Auf der Gewinnerliste standen unter anderem Werte wie McDonald’s und Wal-Mart Stores, die sich um knapp ein bis knapp zwei Prozent verteuerten. Papiere von Chevron Corp. und Newmont Mining profitierten von der Entwicklung der Rohstoffpreise. So stieg der Goldpreis auf ein Rekordhoch und auch der Ölpreis konnte sich im Handelsverlauf erholen und leicht zulegen. Die Aktien des Softwareherstellers Intuit sprangen nach Zahlen um mehr als acht Prozent an und waren damit Spitzenreiter im S&P.

Der Eurokurs hielt sich im späten Handel knapp unter der Marke von 1,44 US-Dollar. Zuletzt lag die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,4395 Dollar. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen gaben 3/32 auf 100 14/32 Punkte nach und rentierten mit 2,073 Prozent. Nach den deutlichen Gewinnen der vergangenen Tage habe eine Gegenbewegung eingesetzt, hieß es am Markt.