Börsenbericht

Dax erholt sich am dritten Tag in Folge

Nach den guten Vorgaben aus Asien klettern die Kurse weiter. Vor allem Bank-Titel gehören zu den Gewinnern. Der Schweizer Franken gibt wieder nach.

Der deutsche Aktienmarkt ist Montag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der Dax kletterte im frühen Geschäft um 1,4 Prozent auf 6083 Punkte. Händler sprachen von einer leichten Beruhigung der Märkte nach den Turbulenzen der Vorwoche.

Zu den Gewinnern zählten die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank, die je etwa zwei Prozent zulegten. Auch die Aktien der französischen Banken Societe Generale und BNP Paribas stiegen um je zwei Prozent.

Schweizer Franken gibt deutlich nach

Die Wechselkurse von Euro und Dollar zum Schweizer Franken haben an den asiatischen Börsen deutlich angezogen. Berichte über eine mögliche Bindung des Franken an die europäische Gemeinschaftswährung hielten Anleger davon ab, noch mehr Geld in die ansonsten als sicherer Hafen geltende Devise zu stecken. Für einen Euro wurden am Montagmorgen 1,1294 Franken bezahlt, nachdem sich die Schweizer Währung in der vergangenen Woche sogar einer Parität anzunähern schien. Der Dollar stieg auf 0,7914 Franken und damit auf einen Stand, den er seit Anfang des Monats nicht mehr erreicht hatte.

Die Schweizer „SonntagsZeitung“ berichtete, die Nationalbank des Landes wolle zunächst das Ziel eines Wechselkurses zum Euro von etwas über 1,10 Franken setzen und werde dafür am Mittwoch grünes Licht von der Regierung in Bern erhalten. Die Zentralbank hat zuletzt wiederholt erklärt, alles zu tun, um den Höhenflug der Währung zu bremsen und damit die Wirtschaft der Alpenrepublik zu entlasten. Die doppelte Schuldenkrise auf beiden Seiten des Atlantiks hat die Investoren in Scharen in sichere Häfen wie die Schweizer und japanische Währung oder in Investitionen in den Schwellenländern getrieben.

Märkte in Asien schließen im Plus

In Asien haben die Aktienmärkte nach der jüngsten Berg- und Talfahrt die neue Handelswoche in ruhigerem Fahrwasser begonnen. Die wichtigsten Indizes lagen mehrheitlich im Plus. Das in turbulenten Zeiten als Krisenanlage bevorzugte Gold sowie der Schweizer Franken gaben nach.

Der Euro zog in Fernost auf knapp 1,43 Dollar an nach zuletzt 1,4250 Dollar im späten US-Geschäft am Freitag. Händler sagten, die Geldmärkte stünden aber weiter im Fokus der Anleger. Dies zeige, dass nicht alle Probleme gelöst seien.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,3 Prozent fester bei 9086 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index legte bis Handelsschluss ebenfalls mehr als ein Prozent zu auf 777 Zähler. Auftrieb verlieh den Kursen nach Angaben von Händlern auch die weltweite Börsenerholung Ende vergangener Woche. Zudem fielen die Daten zum japanischen Wachstum im Quartal bis Ende Juni besser aus als gedacht.

An den Aktienmärkten in Taiwan, Singapur sowie Hongkong und Shanghai legten die Kurse zu. Lediglich in Korea verzeichnete der Index ein Minus von gut einem Prozent.