Währungen

Goldpreis steigt auf neues Rekordhoch

Sparer flüchten aus Furcht vor einer Ausweitung der Euro-Schuldenkrise in sichere Häfen. Der Goldpreis stieg am Mittwoch den achten Tag in Folge – auf Rekordniveau.

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Die europäische Schuldenkrise und Angst vor einer vorübergehenden Zahlungsunfähigkeit der USA haben eine neue Rekordjagd an den Goldmärkten ausgelöst. Am Mittwoch stand der Preis für eine Feinunze (31 Gramm) zeitweise bei 1578,50 Dollar und damit so hoch wie noch nie. Im weiteren Handelsverlauf ist der Preis etwas zurückgefallen – auf 1571,76 Dollar. Das sind immer noch 6,51 Dollar mehr als am Vortag.

Zuletzt hatte der Goldpreis Anfang Mai einen Rekordhoch auf Dollar-Basis erreicht. Stark verunsicherte Anleger dränge es an den internationalen Finanzmärkten immer mehr in den vermeintlich „sicheren Hafen“ Gold, sagten Händler. Die Nervosität der Investoren hatte schon am Vortag für einen neuen Rekord beim Goldreis auf Euro-Basis bei 1123,27 Euro gesorgt.

An den Finanzmärkten sei die Verunsicherung groß und die Schuldenkrise halte „mit all ihren Ansteckungsgefahren den Goldmarkt fest im Griff“, hieß es in einer Einschätzung der DekaBank. Neben den alarmierenden Nachrichten aus der Eurozone treibt den Investoren aber auch die Lage in den USA die Sorgenfalten auf die Stirn. Seit Tagen streitet sich die Regierung um Präsident Barack Obama mit der Opposition um eine Anhebung der Schuldengrenze in der größten Volkswirtschaft der Welt.

Sollte im politische Streit keine schnelle Lösung gefunden werden, droht schon Anfang kommenden Monats die Zahlungsunfähigkeit mit möglicherweise verheerenden Folgen an den Finanzmärkten. Aber auch die aktuelle Wirtschaftsflaute in den USA nach einer Serie von unerwartet schwachen Konjunkturdaten treibt die Investoren derzeit in die Gold-Anlagen.