US-Börse

Wall Street erwartet Zahlen von Apple und Coca-Cola

Investoren an der Wall Street plagen Sorgen - wegen der Schuldenkrisen in den USA und Europa. Die Zeit für die Anhebung der US-Schuldengrenze wird knapp.

Die Schuldenkrisen auf beiden Seiten des Atlantiks haben zu Wochenbeginn auch die Investoren an der Wall Street verschreckt. Vor allem die Verluste bei Finanztiteln wie Bank of America und Citigroup zogen die US-Börsen am Montag nach unten. In den Verhandlungen über die Anhebung der US-Schuldengrenze gibt es noch immer keine Anzeichen für eine nennenswerte Annäherung von Republikanern und Demokraten. In Europa suchen Politiker und Experten unterdessen weiter nach einer Lösung der Schuldenkrise und einer Einigung im Streit über neue Hilfen für Griechenland. Sie wollen eine Ansteckung weiterer Länder wie Spanien oder Italien unbedingt verhindern. Dass die Krisen zur selben Zeit kommen, beunruhige die Anleger, sagte Paul Nolte von Dearborn Partners in Chicago. „Es ist schwer zu sagen, ob wir schon den Boden erreicht haben.“

Möglicherweise werden die Sorgen der Investoren in dieser Woche von Quartalszahlen etwas zerstreut. Experten gehen davon aus, dass wichtige Unternehmen vergleichsweise starke Bilanzen vorlegen werden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor bis zum frühen Nachmittag (Ortszeit) 1,3 Prozent auf 12.312 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 1,4 Prozent auf 1297 Zähler ab. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 1,5 Prozent auf 2747 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax um 1,55 Prozent niedriger bei 7107 Punkten.

Besonders deutlich ging es mit Finanzaktien bergab. Bank of America büßten 3,5 Prozent und Citigroup 3,4 Prozent ein. Bei JPMorgan Chase betrug der Kursverlust 1,3 Prozent.

Bei den Einzelwerten dürfte an diesem Montag auch International Business Machines (IBM) im Fokus stehen. Der IT-Dienstleister sollte am Abend seine Zahlen vorlegen. Die Aktie lag am Nachmittag um 0,9 Prozent im Minus. Die Papiere des in Großbritannien in einen Presse- und Korruptionsskandal verwickelten Medienkonzerns News Corp verzeichneten Verluste von 5,5 Prozent.

Weitere Schwergewichte wie Goldman Sachs, Bank of America, Apple, General Electric und Coca-Cola präsentieren ihre Quartalsberichte im Laufe der Woche.