Börsen-Bericht

Dax gibt leicht nach, Autowerte im Auftrieb

Der deutsche Leitindex gibt bis Handelsschluss 0,7 Prozent nach. Gegen den Trend legen Autowerte, allen voran BMW, ordentlich zu.

Nach dem Warnschuss der Ratingagentur Moody's an die Adresse der USA und der neuerlichen Abstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands durch die Ratingagentur Fitch legte der Dax am Donnerstag wieder den Rückwärtsgang ein. Der Leitindex gab bis zum Handelsschluss um 0,7 Prozent auf 7214 Punkte nach. Der MDax büßte derweil 1,2 Prozent auf 10796 Zähler ein. Besonders der kräftige Kursrutsch der Software-Aktie drückte den TecDax um 2,6 Prozent auf 850 Punkte.

Wieder gedämpfte Hoffnungen auf ein neues Konjunkturprogramm der US-Notenbank Fed setzten dem Euro zu. Die Gemeinschaftswährung gab ihre frühen Gewinne wieder ab und notierte nach einem Tageshoch bei 1,4281 Dollar zuletzt bei 1,4162 Dollar. Notenbankchef Bernanke hatte vor dem Kongress geäußert, die Notenbank sei derzeit nicht bereit, die Geldpolitik ein weiteres Mal zu lockern, da die Inflation seit Ende 2010 zugenommen habe. Am Rentenmarkt legte der Bund-Future um zehn Ticks auf 128,45 Zähler zu. Die Rendite der dem Future zugrunde liegenden zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,754 Prozent.

Autowerte standen weiter hoch im Kurs. BMW stiegen um 1,2 Prozent, Papiere von Daimler verbuchten ein Plus von 0,2 Prozent. Vorzüge von VW gaben die Gewinne wieder ab und notierten 0,1 Prozent im Minus. Der Sektor profitierte weiter von den guten BMW-Zahlen. Eckdaten der VW-Tochter Audi für das erste Halbjahr stützten zudem die freundliche Tendenz.

BASF profitierten von Aussagen des Branchenverbandes VCI, wonach die Branche auf ein neues Rekordjahr zusteuert. Die Titel drehten nach Anfangsverlusten 0,4 Prozent ins Plus. Die geplante Zusammenarbeit mit Gazprom gab RWE Auftrieb. Nach Bekanntgabe der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zogen die Papiere des Versorgers um bis zu 1,6 Prozent an, gaben bis zum Handelsschluss aber wieder 0,1 Prozent nach.

Neben den weiter unter Druck stehenden Finanztiteln fiel nach vorläufigen Zahlen die Software AG mit kräftigen Verlusten auf. Die Aktien des zweitgrößten deutschen Softwareunternehmens brachen um 16,4 Prozent ein. UniCredit reagierte bereits mit einer Streichung ihrer Kaufempfehlung. Die Aussage, dass die Nachfrage nach der Implementierung von SAP-Produkten weiter unter dem Vorjahresniveau geblieben sei, drückten auch SAP 2,8 Prozent nach unten.

Derweil schwächten sich Commerzbank um 4,4 Prozent ab, Deutsche Bank notierten 0,6 Prozent leichter. Durchsuchungen im Zusammenhang mit Bestechungsvorwürfen bei Media-Saturn belasteten die Titel der Konzernmutter Metro. Sie büßten 2,8 Prozent ein.