Geld für Mediziner

Finanzministerium blockiert Bahrs neues Ärztegesetz

Gesundheitsminister Bahr hat den Ärzten mehr Geld versprochen, wenn sie auf dem Land arbeiten. Das Finanzministerium kritisiert den Plan.

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Das Bundesfinanzministerium trägt die Pläne des neuen Gesundheitsministers Daniel Bahr zur Behebung des Ärztemangels nicht mit. Wie „Der Spiegel“ berichtete, verlangt das Finanzministerium eine gründliche Überarbeitung des Referentenentwurfs.

Bahr liefere keine nachvollziehbaren Berechnungen. Zudem könne der Eindruck entstehen, es gehe nur um mehr Geld im Gesundheitswesen, argumentiert das Finanzministerium in seiner 12-seitigen Stellungnahme. Damit könnte der Kabinettstermin für das Gesetz gefährdet werden. Nach bisherigen Plänen sollte sich das Kabinett am 3. August mit dem Gesetzentwurf befassen.

Das mit den Bundesländern abgestimmte Gesetzesvorhaben sieht vor, dass Ärzte mit finanziellen Anreizen für eine Tätigkeit in unterversorgten Gebieten gewonnen werden sollten. Das Haus von Finanzminister Wolfgang Schäuble will solche Zuschläge zwar akzeptieren, aber zugleich Abschläge für Ärzte in überversorgten Gebieten einführen. Bahr will dagegen in Großstädten wie Hamburg oder München, wo es häufig zu viele Praxen gibt, den Medizinern keine finanziellen Abstriche zumuten .