Anlage-ABC

Tagesgeld – der Parkplatz für Notgroschen

Geld, das schnell verfügbar sein muss, parkt man am besten auf einem Tagesgeldkonto. Es ist flexibel und besser verzinst als eine Sparbuch.

Foto: dpa / dpa/DPA

Tagesgeldkonten bieten eine einfache Möglichkeit, Geldreserven verzinst zu parken. Fast alle Kreditinstitute verfügen über ein entsprechendes Angebot. Tagesgeldanlagen werden in der Regel besser verzinst als klassische Sparbücher und sind obendrein flexibler. Denn anders als beim Sparkonto ist das Guthaben jederzeit in unbegrenzter Höhe und ohne vorherige Kündigung abrufbar. Deshalb ist die Tagesgeldanlage besonders für finanzielle Rücklagen geeignet, die bei Bedarf kurzfristig abrufbar sein müssen. Wer einen längerfristigen Anlagehorizont hat, sollte auf Instrumente setzen, die eine höhere Rendite erzielen.

Bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos muss der Anleger ein sogenanntes Referenzkonto angeben, zum Beispiel das eigene Girokonto, auf das die Bank abgerufene Beträge überweist. Damit soll verhindert werden, dass Betrüger das Geld auf ein fremdes Konto transferieren.

Die Verzinsung auf Tagesgeldkonten ist variabel, das heißt der Zinssatz kann sich von heute auf morgen ändern. Die meisten Konten werden kostenlos geführt, und auch die Überweisungen sind bei fast allen Banken gebührenfrei. Die Tagesgeldzinsen der verschiedenen Anbieter können interessierte Anleger online vergleichen, zum Beispiel über die Internetseite der Morgenpost Online.

Beim Vergleich ist zu beachten, dass viele attraktiv erscheinende Angebote an Bedingungen geknüpft sind. So verlangen einige Banken eine Mindestanlagesumme oder staffeln den Zins nach der Höhe der angelegten Summe. Andere wiederum bieten den beworbenen Zinssatz nur für Neukunden oder limitieren die Kondition auf einen bestimmten Zeitraum. Verbraucherschützer warnen vor sogenannten Kombi-Angeboten: Dabei locken Kreditinstitute zum Beispiel mit sehr hohen Tagesgeldzinsen, wenn der Anleger gleichzeitig die Hälfte der gesamten Summe in bestimmte Fonds investiert. Gehen die Kurse dieser Fonds dann aber in die Knie, frisst der Verlust den Zinsvorteil schnell auf.

Rendite/Risiko: Anleger sollten unbedingt prüfen, ob der Anbieter der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt, damit sein Geld auch im Fall einer Bankenpleite sicher ist. Liegt der Zinssatz fürs Tagesgeld unter der Inflationsrate, schrumpft die Kaufkraft des angelegten Kapitals.

Rendite: 1
Risiko: 1