Leserfrage

Was tun, wenn ich Falschgeld erhalten habe?

Frage : In der vergangenen Woche habe ich in einem Restaurant Rückgeld bekommen. Erst zuhause habe ich gemerkt, dass ein Zweieurostück irgendwie anders ist. Ich denke, dass es Falschgeld ist. Wie soll ich damit umgehen?

Antwort: Grundsätzlich gilt: Genau wie die Herstellung kann die Weitergabe von Falschgeld eine Straftat darstellen. Deshalb sollte man sich an die Polizei wenden, wenn man eine falsche Banknote im Portemonnaie entdeckt. Das ist ärgerlich, denn man bekommt für Falschgeld keinen Ersatz. Wenn Sie Zweifel an der Echtheit einer Euromünze oder Banknote haben, können Sie sich an die nächste Filiale der Bundesbank wenden oder sie schicken das Geld direkt an die Zentrale der Deutsche Bundesbank.

Eine verdächtige Euronote können Sie auch bei Ihrer Bank zur Prüfung vorlegen. Bargeld sollte man stets prüfen. Münzen werden seltener gefälscht als Banknoten, und Fälschungen sind schwerer zu erkennen. Die Bundesbank weist darauf hin, dass sich bei echten Münzen das Münzbild klarer von der übrigen Münzoberfläche abgrenzt. Ein unsauber geprägter Rand von gefälschten Münzen kann schon auf den ersten Blick verdächtig aussehen. Wenn die Münzen mit Blei oder Zinn hergestellt sind, hinterlassen sie auf Papier eine Spur. Dies ist bei echten Münzen nicht der Fall.

Bei Banknoten hilft die Regel „Kippen, Sehen, Fühlen“, um die Sicherheitsmerkmale zu erkennen: Banknoten zu 5, 10 und 20 Euro haben rechts einen silbrigen Spezialfolienstreifen, der beim Kippen wechselnd die Wertangabe und das Eurosymbol zeigt. Geldscheine ab 50 Euro verfügen über ein Hologramm, das beim Bewegen wechselnd Wertangabe, Eurozeichen und Architekturmotiv zeigt. Wasserzeichen und Sicherheitsfaden können Sie sehen. Der Stichtiefdruck lässt sich mit dem Finger ertasten.

Tanja Beller, Sprecherin beim Bundesverband deutscher Banken