Wall Street

Technik und Einzelhandel geben US-Börsen Auftrieb

Dank Kursgewinnen in den Branchen Technik und Einzelhandel hat die Wall Street im Plus geschlossen. Die Umsätze blieben aber gering.

Kursgewinne bei Technik- und Einzelhandelsaktien haben am Dienstag den wichtigsten Indizes der Wall Street zu einem Plus verholfen. Die beiden Branchen hatten nach dem Tsunami in Japan besonders Federn lassen müssen und stießen nun wieder auf das Interesse von Investoren.

Kurz vor der Veröffentlichung von Arbeitsmarktdaten blieben die Umsätze aber gering. Zudem erwarten Anleger Ausblicke für Gewinnerwartungen von Unternehmen. Michael Shaoul von Marketfield Asset Management sagte, das Quartal ende mit vielen Unsicherheiten. Obwohl nichts passiere, gebe es in einer Handelssitzung große Kursschwankungen.

Der Dow Jones der Standardwerte schloss um 0,7 Prozent höher bei 12.279 Punkten. Im Tagesverlauf bewegte sich der Index zwischen den Marken von 12.173 und 12.285 Punkten. Beim breiter aufgestellten S&P 500 betrug das Plus 0,7 Prozent auf 1319 Stellen. Der Nasdaq stieg um ein Prozent auf 2756 Zähler. In Frankfurt trat der Dax auf der Stelle und schloss leicht schwächer bei 6934 Punkten.

Deutliche Kurssprünge gab es unter anderem bei Home Depot Die Baumarktkette hatte zuvor ein Programm zu Rückkauf eigener Aktien im Volumen von einer Milliarde Dollar angekündigt, was den Aktienkurs um 2,9 Prozent nach oben trieb.

Amazon legt dank Online-Musikdienst zu

Der Zuwachs bei der Nasdaq war auf große Internetunternehmen zurückzuführen. So wurden die Aktien von Amazon.com mit einem Aufschlag von 3,1 Prozent gehandelt. Das Unternehmen führt einen Musikdienst im Internet ein, mit dem Kunden ihre Titel online abspeichern und mit PC oder Mobiltelefon abrufen können. Amazon ist damit schneller als die Konkurrenz von Apple und Google. Derartige Angebote unter dem Stichwort Cloud Computing werden immer beliebter. Auch Cisco Systems will in diesem Bereich wachsen und kauft dafür das Unternehmen newScale für eine unbekannte Summe. Der Cisco-Kurs legte um 1,8 Prozent zu.

Um 4,25 Prozent ging es für den Bildungskonzern Apollo Group abwärts. Die Zahl der Neueinschreibungen sank im zweiten Quartal des Geschäftsjahres um 45 Prozent. Das Unternehmen, dass sich auf Hochschulbildung für Berufstätige spezialisiert hat, zog auch andere Unternehmen seiner Branche ins Minus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 800 Millionen Aktien den Besitzer. 2074 Werte legten zu, 923 gaben nach, und 101 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,63 Milliarden Aktien 1756 im Plus, 864 im Minus und 101 unverändert.

An den US-Kreditmärkten sanken die zehnjährigen Staatsanleihen um 16/32 auf 101-02/32. Sie rentierten mit 3,495 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 30/32 auf 103-09/32 nach und hatten eine Rendite von 4,547 Prozent.