Börsen-Bericht

Versorger drücken Laune der Dax-Anleger

Der deutsche Leitindex ist etwas leichter in den Handel gestartet. Der Wahlerfolg der Grünen belastet vor allem die Papiere der Energiekonzerne.

Die Ergebnisse bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben die Anleger am Montag relativ kalt gelassen. Der Dax setzte mit leichten Verlusten von 0,3 Prozent auf 6928 Punkte in den Handel ein.

Unter Druck waren vor allem die Aktien der schwer gewichteten Versorger E.on und RWE, die bis zu 1,0 Prozent einbüßten. Im Gegenzug stiegen die Kurse der Unternehmen, die alternative erneuerbare Energie anbieten.

Da viele dieser Aktien im TecDax gelistet sind, stieg der Index um 0,7 Prozent auf 912,91 Punkte. Auch der Ökodax, in dem die zehn größten deutschen Solar- und Windenergiewerte vertreten sind, stieg um 5,8 Prozent.

Außerhalb des Dax fielen die Aktien von Porsche um vier Prozent. Der Sportwagenbauer will ab Mittwoch bis zu 131,25 Millionen neue Aktien platzieren. Eine Kapitalerhöhung drückte auch die im SDax gelisteten Alstria-Aktien um knapp fünf Prozent ins Minus.

An Asiens Aktienmärkten bestimmte weiter die atomare Katastrophe rund um das AKW Fukushima in Japan den Handel. In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 0,6 Prozent tiefer bei 9478 Zählern.

Der breiter gefasste Topix Index ging nahezu unverändert bei 857 Zählern aus dem Handel. Schnäppchenjäger und kurzfristig anlegende Investoren hätten den Abwärtstrend in Schach gehalten, sagte Hajime Nakajima, Händler bei Cosmo Securities.

„Deshalb gibt es Potenzial nach oben, aber vor dem Ende des Geschäftsjahres am 31. März wird der Handel wohl eher richtungslos sein.“ Nach dem Erbbeben fürchten Börsianer Belastungen für Unternehmen durch Lieferengpässe und Stromknappheit.

Die Aktie des Fukushima-Betreibers Tepco brach knapp 18 Prozent ein. Tepco hatte mit falschen Messwerten im In- und Ausland die Angst vor einem Super-Gau weiter geschürt. Der Energiekonzern nahm am Sonntagabend Angaben über einen dramatischen Anstieg der radioaktiven Strahlung in Reaktor 2 wieder teilweise zurück.

Zu den Gewinnern zählten mit einem Plus von vier Prozent dagegen die Papiere von Tokyo Gas. Der Energiekonzern hatte seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr angehoben.

Außerhalb Japans präsentierten sich die Aktienmärkte uneinheitlich. In Südkorea und Shanghai legten die Kurse zu. In Taiwan, Singapur und Hongkong