Börsen-Bericht

Dax fällt leicht – Anleger bleiben vorsichtig

Wenig Bewegung an den Aktienmärkten: Wegen Japan, Libyen und der europäischen Schuldenkrise halten sich viele Anleger zurück. Der Dax gab leicht nach.

Auch am Donnerstagmorgen haben sich die Anleger angesichts der Atomkatastrophe in Japan und der Kämpfe in Libyen kaum an den Aktienmarkt getraut. Die Regierungskrise in Portugal und der EU-Gipfel verunsichere zusätzlich, sagten Händler. Allerdings behauptete sich der Euro im frühen Geschäft über der psychologisch und technisch wichtigen Marke von 1,40 Dollar. Der Dax fiel um 0,2 Prozent auf 6787 Punkte.

Größter Gewinner waren nach Aussagen zum ersten Quartal die Aktien von BASF, die um ein Prozent zulegten.

Im TecDax ragten die Titel von Evotec mit einem Plus von 8,8 Prozent heraus. Die Biotechfirma hat zum ersten Mal in seiner 18-jährigen Firmengeschichte für 2010 einen Gewinn ausgewiesen.

In Tokio notierte der Nikkei-Index für 225 führende Werte zum Handelsende einen moderaten Verlust von 0,15 Prozent beim Stand von 9435 Punkten. Der breit gefasste Topix büßte um 7 Punkte oder 0,83 Prozent auf 853 Zähler ein. Am Markt wird befürchtet, dass sich Probleme bei der Belieferung der Teile auf die Produktion von Exportunternehmen auswirken werden.

Der Euro notierte mit 1,4065 in Reichweite ihres New Yorker Schlusskurses vom Vortag (1,4085 Dollar). Händler gehen allerdings davon aus, dass der Euro noch merklich nachgeben könnte. „Mit Höchstständen von zuletzt bis zu 1,4249 Dollar dürften wir die Top-Level bereits gesehen haben“, sagte ein Händler.

Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Jose Socrates wird es immer wahrscheinlicher, dass die Portugiesen unter den Rettungsschirm schlüpfen müssen. Das Parlament hatte am Mittwochabend seinen verschärften Sparkurs zurückgewiesen. Bei dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs steht ein Gesamtpaket zur Debatte, das neben einer verstärkten Koordination der Wirtschaftspolitik auch die Rettungsfonds für überschuldete Euro-Staaten umfasst.

Am Rentenmarkt stieg die Renditen für zehnjährige portugiesische Anleihen auf 7,814 Prozent von 7,769 Prozent am Mittwochabend an. Die zehnjährigen deutschen Bundesanleihen rentierten mit 3,208 Prozent nahezu auf Vortagesniveau.