Börsen-Bericht

Krisen in Japan und Libyen vertreiben die Anleger

Der Bürgerkrieg in Libyen hat für Nervosität am Aktienmarkt gesorgt. Der Dax startete auch wegen unklarer Nachrichten aus Japan im Minus.

Der Krieg um Libyen, der verzweifelte Kampf japanischer Rettungskräfte gegen den Super-GAU in Fukushima und Südeuropas Schuldenkrise haben die Anleger von den europäischen Aktienmärkten ferngehalten. Der Dax fiel im frühen Geschäft um 0,5 Prozent auf 6748 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,49 Prozent auf 9915 Punkte nach unten. Der TecDax lag mit 0,31 Prozent im Minus bei 885 Punkten. Auch die Indizes in London und Paris gaben nach.

Das japanische Fernsehen NHK meldete, dass über dem Reaktor Nummer 3 schwarzer Rauch zu sehen sei. Die Betreibergesellschaft Tokyo Electric Power teilte mit, es sei nicht klar, woher der Rauch komme. Flammen seien nicht zu sehen, meldete NHK weiter. Im Fokus der Anleger steht am Mittwoch auch wieder die Entwicklung in Südeuropa. In Lissabon entscheidet das Parlament über den Sparkurs und damit die Zukunft der sozialistischen Minderheitsregierung. Viele Börsianer rechnen damit, dass Portugal angesichts seiner hohen Verschuldung unter den Rettungsschirm schlüpfen wird.

Im Dax waren die Aktien der Münchener Rück mit einem Kursminus von bis zu drei Prozent der größte Verlierer. Der Rückversicherer hatte die Kosten für das Beben höher als die Konkurrenz beziffert und zugleich das Erreichen seiner Gewinnziele für 2011 bezweifelt. In Branchenkreisen war damit bereits gerechnet worden.