Börsen-Bericht

Nahost-Krise drückt Dax in die Verlustzone

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Nach einer kräftigen Aufwärtsbewegung am Morgen verliert der Leitindex am Nachmittag wieder. Verantwortlich dafür ist der steigende Ölpreis.

Nur vorübergehend konnte der Deutsche Aktienindex am Dienstag an seine Aufwärtsbewegung der beiden vergangenen Tage anknüpfen. Dank starker Autowerte sprang der Leitindex über die Marke von 7300 Punkten bis auf das Tageshoch bei 7356 Zählern. Die Sorgen um die weitere Entwicklung in Nordafrika und im Nahen Osten sowie der wieder steigende Ölpreis machten die Kursgewinne im Handelsverlauf aber vollständig zunichte. Zum Handelsschluss notierte der Dax bei 7223 Punkten schließlich 0,7 Prozent im Minus. Der MDax konnte dagegen ein leichtes Plus von 0,1 Prozent behaupten, der TecDax gab um 0,2 Prozent nach.

Der Euro pendelte sich über der Marke von 1,38 Dollar ein und kostete zuletzt 1,3815 Dollar. Am Rentenmarkt notierte der richtungweisende Bund-Future zwei Ticks im Minus bei 124,11 Zählern. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 3,186 Prozent.

Im Dax standen die Autowerte nach dem überraschenden Einstieg von VW beim Graphitspezialisten SGL (plus 5,1 Prozent) im Fokus. Die Vorzüge von VW gaben allerdings den anfänglichen Aufschlag von 2,3 Prozent ab und notierten zuletzt 1,6 Prozent schwächer. Autowerte waren angesichts des Genfer Autosalons insgesamt gefragt. So gewannen BMW 1,5 Prozent, nachdem sich der bayerische Autohersteller in Genf positiv zu seinen Februar-Absätzen geäußert hatte. D

aimler gaben mit dem Markt anfängliche Gewinne ab und büßten zuletzt 0,1 Prozent ein. Um 1,3 Prozent abwärts ging es auch für MAN. Händler sahen die zuletzt wieder gestiegene Hoffnung auf eine schnelle Übernahme von MAN durch Scania als gedämpft an. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hatte in Genf gesagt, dass die Fusion nicht stattfinden könne, so lange der Streit um die Schmiergeldaffäre bei der früheren MAN-Tochter Ferrostaal nicht gelöst sei.

Papiere von Aixtron ragten im TecDax mit einem Plus von 3,6 Prozent heraus. Dank des Booms bei Leuchtdioden hatte der Chipanlagenbauer 2010 die Markterwartungen übertroffen und eine Vervierfachung der Dividende angekündigt. Immobilienwerte litten unter einem Kommentar von HSBC, die bei einigen Titeln zu Gewinnmitnahmen rieten. Patrizia Immobilien verloren 0,2 Prozent, Gagfah büßten 1,5 Prozent ein. Mit einem Plus von 3,7 Prozent reagierten die Titel von Tom Tailor auf die Geschäftszahlen 2010 und die Ankündigung, 2010 erstmals eine Dividende zahlen zu wollen. Sixt rückten um 7,1 Prozent vor, nachdem der Konzern nach vorläufigen Berechnungen 2010 ein Ergebnis vor Steuern von rund 102 Mio. Euro (Vorjahr: 15,1 Mio.) gemeldet hat.