Börsen-Bericht

Dax weitet Verluste aus der Vorwoche aus

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Die anhaltenden Unruhen in Libyen belasten die Aktienmärkte weiter. Die Papiere von Bayer fallen nach einem Quartalsverlust.

Die andauernden Unruhen in Libyen haben den deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn erneut belastet. Der Dax fiel um 0,3 Prozent auf 7163 Zähler. „Die Konsolidierung des Marktes wird vor dem Hintergrund der Unruhen im Nahen Osten und des teuren Öls wohl noch weitergehen“, sagte ein Händler. In der Vorwoche hatte der Dax 3,3 Prozent eingebüßt.

Die im Dax schwer gewichteten Aktien von Bayer fielen um 0,6 Prozent. „Der Ausblick ist nur verhalten optimistisch ausgefallen, das gefällt dem Markt nicht“, sagte ein Händler. „Die Zahlen für 2010 sind an sich ganz gut ausgefallen, aber durch die Abschreibungen auf Schering getrübt worden.“

Hingegen griffen Anleger bei QSC zu. Die im TecDax notierten Aktien gewannen 3,4 Prozent. Das Telekommunikationsunternehmen hatte nach einer Gewinnsteigerung für das Geschäftsjahr 2011 die erstmalige Ausschüttung einer Dividende in Aussicht gestellt.

Die asiatischen Börsen sind uneinheitlich in die neue Handelswoche gestartet. An den Aktienmärkten in Schwellenländern des asiatischen Raums drückten Händlern zufolge Inflationssorgen die Kurse. In Tokio bereinigten Marktteilnehmer am Ende des Monats ihre Positionen, weshalb der Nikkei-Index gegen Ende des Handels ins Plus drehte. Zuvor hatte der wieder steigende Ölpreis in Folge der anhaltenden Unruhen in Libyen viele Anleger verunsichert. Die Entwicklung in dem nordafrikanischen Land könne den Markt leicht auch wieder kippen, sagten Händler. Der Euro legte auf 1,3760 Dollar leicht zu. Analysten erklärten die Stärke der Gemeinschaftswährung mit der allgemeinen Erwartung, dass die Europäische Zentralbank in den nächsten Tagen weiter vor Inflationsgefahren warnen dürfte. Das erhöhe die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann 0,9 Prozent auf 10.624 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte ein Prozent auf 951 Zähler. Auch die Börsen in Taiwan, Hongkong und Shanghai verbuchten Gewinne. An den Aktienmärkten in Singapur und Korea ging es dagegen nach unten.

Bei den Einzelwerten lagen in Tokio Finanztitel im Fokus. Für Kursgewinne sorgte die Nachricht, wonach die Großbank Mizuho Financial Group die Minderheitsaktionäre von mehreren ihrer Tochterunternehmen auszahlen will. Mizuho will dafür Kreisen zufolge bis zu vier Milliarden Dollar in die Hand nehmen. Der Aktienkurs von Mizuho Securities schoss daraufhin zwölf Prozent in die Höhe, der Kurs von Mizuho Investors Securities kletterte sieben Prozent.

Auf der Verkaufsliste der Anleger standen dagegen die Aktien der Shinsei Bank. Die Papiere gaben ein Prozent nach. Zuvor war aus Kreisen verlautet, dass das Institut eine Kapitalerhöhung plane. Nach einer Gewinnwarnung am Freitag ließen die Aktien des Elektronikkonzern NEC über drei Prozent Federn.