Börsen-Bericht

Anleger halten sich zu Handelsbeginn noch zurück

Vor dem kleinen Verfallsdatum warten Investoren noch ab. Aktienmärkte in Asien schließen ohne große Veränderungen.

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind ohne großen Schwung in den Handel gestartet. Der Dax verlor in den ersten Minuten ganz leicht. Im Blick hatten die Anleger weiterhin die anhaltenden Unruhen im arabischen Raum. Auf der Agenda stand zudem der kleinen Verfall – ein Abrechnungstermin, an dem Optionen auf Indizes und einzelne Aktien verfallen.

Größter Gewinner im Dax waren nach ihren Vortagsverlusten die Aktien der Deutsche Bank mit einem Plus von 0,8 Prozent. Auf der Verliererliste landeten erneut Volkswagen, die 1,2 Prozent nachgaben. Im TecDax sind Aixtron nach einem skeptischen Citi-Analystenkommentar auf Talfahrt gegangen. Die Aktien des Spezialmaschinenbauers fielen um 3,8 Prozent.

Die Tokioter Börse hat sich am Freitag vor dem G20-Treffen kaum verändert präsentiert. Händler sprachen von einer Verschnaufpause nach dem jüngsten Aufwärtstrend. Anleger hielten sich nicht nur wegen des G20-Treffens zurück, sondern auch wegen des langen Wochenendes in den USA sowie den politischen Unruhen im Nahen Osten, hieß es. Dadurch hielten sich Gewinnmitnahmen und Schnäppchenjäger insgesamt die Waage.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte ging mit einem marginalen Plus von 0,1 Prozent bei 10.842 Punkten aus dem Handel. Damit stieg der Index fünf Tage in Folge. Der breiter gefasste Topix-Index sank dagegen minimal auf 973 Zähler.

In China dominierte die Furcht vor einer weiteren Straffung der Geldpolitik: Die Börse in Shanghai gab knapp ein Prozent nach. Die Börse in Hongkong legte dennoch um gut ein Prozent zu. Auch in Korea, Singapur und Taiwan gab es kräftige Kursgewinne.

„Es ist ganz offensichtlich eine Atempause, nachdem der Markt zuletzt so kräftig zulegen konnte“, sagte Analyst Takashi Hiroki von Monex. „Der Zeitpunkt für eine solche Pause ist perfekt, weil die Anleger ihre Positionen angesichts der Lage in Nahost, dem G20-Treffen und dem langen Wochenende in den USA neu ordnen wollen.“ Am Freitag und Samstag beraten die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer in Paris, und am Montag sind die Märkte in den USA wegen eines Feiertags geschlossen.

Sorgen über die anhaltenden Proteste im arabischen Raum, zuletzt in Bahrain, Libyen und im Jemen, und ein neuer Streit zwischen Israel und dem Iran ließen den Ölpreis steigen. Davon profitierten Energiewerte. Die Aktien des größten japanischen Öl- und Gaskonzerns Inpex legten um 1,5 Prozent zu.