Börsen-Bericht

Dax hält sich stabil bei rund 7400 Punkten

Der Dax hat sich bis zum Mittag bei etwa 7400 Punkten eingependelt. Im Fokus stehen die Commerzbank-Papiere, beim MDax ist es Gagfah.

Zum kleinen Verfall an den europäischen Terminmärkten hat sich der Dax am Freitag bei etwa 7400 Punkten eingependelt. „Offenbar haben die Anleger den Leitindex genau dort, wo sie ihn haben wollen“, sagte ein Börsianer. Zum Verfallstermin versuchen Investoren, die Kurse derjenigen Aktien oder Indizes, auf die sie Derivate halten, in die für sie günstige Richtung zu bewegen. Am Freitagmittag verfielen Optionen auf Indizes, zum Xetra-Schluss waren Optionen auf einzelne Aktien an der Reihe.

Nur geringen Einfluss auf die Aktienkurse hatte die erneute Anhebung der chinesischen Mindestreserve-Sätze um 50 Basispunkte. „Das ist nur eine Randnotiz, denn China versucht seit Monaten, mit derartigen Schritten die Inflation einzudämmen“, betonte ein Händler.

Spitzenreiter im Dax waren erneut Commerzbank, deren Titel sich um 1,4 Prozent auf 6,03 Euro verteuerten. „Sie profitiert immer noch von der sich aufhellenden Branchenstimmung“, sagte ein Börsianer. „Außerdem hat die Aktie im Vergleich etwa zur Deutschen Bank noch Nachhol-Potenzial.“ Deren Papiere haben in den vergangenen Wochen mit einem Plus von gut 18 Prozent rund ein Drittel mehr zugelegt als die Titel der Commerzbank. Deutsche Bank notierten am Freitag 0,2 Prozent im Minus bei 47,76 Euro.

Schlusslicht der ersten deutschen Börsenliga waren Fresenius Medical Care (FMC). Der Dialyse-Konzern verbuchte nach einer Herunterstufung durch das Analyse-Haus Jefferies ein Kursminus von 1,5 Prozent auf 46,95 Euro. Der aktuelle Kurs spiegele bereits den positiven Effekt der Gesundheitsreform in den USA ab 2012, schrieb Analyst Stephan Gasteyger in einer Studie. Außerdem sei der Kauf von Papieren der Mutter-Gesellschaft Fresenius der günstigere Weg, von den guten FMC-Geschäftsaussichten zu profitieren. Fresenius-Aktien notierten 0,3 Prozent schwächer bei 62,29 Euro.

Im Nebenwerte-Index MDax stachen Gagfah mit einem Minus von bis zu zehn Prozent auf 8,05 Euro heraus. Börsianer machten einen Bericht des TV-Magazins „Monitor“ für die Verkäufe verantwortlich. Darin hieß es, die einst bundeseigene Immobilienfirma habe seit dem Verkauf an den US-Finanzinvestor Fortress ihre Ausgaben für die Instandhaltung der Gebäude in etwa halbiert. Dringend notwendige Sanierungen würden auf die lange Bank geschoben. Gagfah wies die Anschuldigungen in dem TV-Bericht zurück.

Bei Aixtron folgten einige Investoren einer Verkaufsempfehlung der Citigroup. Die aktuellen Markterwartungen an die Ergebnisse des Spezialmaschinenbauers spiegelten einen drohenden Nachfrage-Rückgang aus China nicht, schrieb Analyst Timothy Arcuri. Denn die dortigen Subventionen seien faktisch ausgelaufen. Außerdem sei die Aixtron-Aktie im Vergleich zum Konkurrenten Veco teuer.