Börsen-Bericht

Dax verteidigt die 7300-Punkte-Marke

Positive Zahlen vom US-Arbeitsmarkt beflügeln die Börse. Der Dax schließt leicht über dem Vortageswert. Banken stehen auf den Verkaufslisten.

Nach dem leichten Rücksetzer zur Wochenmitte verharrten die Anleger am Donnerstag an den Seitenlinien. Gewinnmitnahmen belasteten vor allem die Finanzwerte, die mit Ausnahme der Deutschen Börse zu den größten Verlierern im Dax zählten. Dass der Leitindex die zuvor verbuchten Verluste im Verlauf wieder wettmachte, lag unter anderem an den positiven Zahlen vom US-Arbeitsmarkt. Hier waren die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet zurückgegangen. So schloss der deutsche Leitindex bei 7340 Punkten auf dem Tageshoch 0,3 Prozent über seinem Vortagesstand. Der MDax der mittelgroßen Werte schwächte sich dagegen um 0,3 Prozent ab, während es für den Technologieindex TecDax um 0,6 Prozent talwärts ging.

Die überraschend guten Daten vom US-Arbeitsmarkt gaben dem Dollar Schwung. Der Euro fiel im Gegenzug bis auf 1,3578 Dollar zurück und notierte zuletzt aber wieder leicht höher mit 1,3618 Dollar. Am Rentenmarkt stieg der Bund-Future um zwölf Ticks auf 122,45 Punkte. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 3,304 Prozent. Das Hauptgesprächsthema blieb der neue Anlauf für eine Fusion der Börsenbetreiber in Frankfurt und New York. Die Aktien der Deutschen Börse notierten zuletzt 6,4 Prozent im Plus und entwickelten sich zum Umsatzspitzenreiter, nachdem sie am Vortag vom Handel ausgesetzt waren.

Nicht gut zu sprechen waren die Anleger dagegen auf die Bankenwerte, nachdem die Credit Suisse einen unerwartet hohen Gewinnrückgang gemeldet und ihre Renditeziele zurückgenommen hatte. Titel der Deutschen Bank schwächten sich um 1,8 Prozent ab, die der Commerzbank um ein Prozent. Schlusslicht im Dax waren aber Lufthansa, die sich um 2,5 Prozent verbilligten. Der gesamte Sektor litt unter einer Gewinnwarnung der französisch-niederländischen Gesellschaft Air France-KLM.

Deutlich im Plus lagen dagegen HeidelbergCement. Sie verteuerten sich nach Zahlen um 1,3 Prozent. Der Baustoffkonzern hatte im Schlussquartal 2010 dank einer deutlichen Erholung in Nordamerika und Europa einen Ergebnissprung verbuchen können. Zudem erwartet das Unternehmen in diesem Jahr ein anhaltend starkes Wachstum vor allem in China, Indonesien und Indien. Im MDax setzten sich Gerresheimer nach Zahlen mit plus 3,9 Prozent an die Index-Spitze. Der Hersteller von Spezialverpackungen hatte 2010 einen Rekordgewinn eingefahren und will wieder eine Dividende ausschütten. Weniger enthusiastisch wurden die Resultate des Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum aufgenommen. Die Aktie verlor 0,9 Prozent.