Ratingagentur

Standard & Poor’s senkt Irlands Bonität weiter ab

Irland steht an den Finanzmärkten weiter unter Druck: Die Ratingagentur S&P stufte die Kreditwürdigkeit des Landes um eine Stufe herunter.

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Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Irlands um eine Stufe gesenkt. Die langfristige Bonität sinkt von „A“ auf „A-“, wie S&P mitteilte. Zudem stellte die Agentur weitere Herabstufungen in Aussicht, indem sie das Land auf einer Art Beobachtungsliste („CreditWatch“) beließ. S&P begründete den Schritt mit einer Revision der Risikoeinschätzung für die heimischen Banken.

Darüber hinaus bestünden Unsicherheiten mit Blick auf den zusätzlichen Kapitalbedarf für den weitgehend in Staatsbesitz liegenden Finanzsektor. Irland war im November als erstes und bisher einziges Euro-Land unter den Rettungsschirm von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF) geschlüpft. Den Iren wurden 85 Milliarden Euro Unterstützung zugesagt. Zuvor war im Mai 2010 außerhalb des erst später gespannten Schirms eine 110 Milliarden Euro schwere Rettungsaktion für Griechenland beschlossen worden.