Börse in Frankfurt

Dax steigt halbes Prozent mit Rückenwind aus USA

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Der deutsche Aktienmarkt hat zu Beginn der neuen Woche mit Rückenwind aus New York zugelegt. Der Leitindex Dax schloss mit 15.102,95 Punkten 0,46 Prozent höher. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,76 Prozent auf 28.692,69 Punkte nach oben.

Frankfurt/Main. Der deutsche Aktienmarkt hat zu Beginn der neuen Woche mit Rückenwind aus New York zugelegt. Der Leitindex Dax schloss mit 15.102,95 Punkten 0,46 Prozent höher. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,76 Prozent auf 28.692,69 Punkte nach oben.

Am Nachmittag brachten die steigenden US-Börsen noch etwas Schwung in den sonst weitgehend ruhigen Handel. An der Wall Street wirkten Börsianern zufolge jüngste Äußerungen aus dem Umfeld der US-Notenbank Fed positiv, die auf moderatere Zinserhöhungen schließen lassen. Vor allem Technologiewerte zogen dort vor demnächst anstehenden wichtigen Quartalsberichten aus der Branche an

Einen eher faden Vorgeschmack auf die anstehende Berichtssaison lieferte Symrise. Eine Wertberichtigung auf eine Beteiligung in Schweden hat 2022 am Gewinn des Aromen- und Duftstoffherstellers gezehrt. Der Umsatz überzeugte zwar, die Margenentwicklung aber enttäuschte. Anleger waren von dem Unternehmen, das sich in schwierigen Zeiten oftmals besser geschlagen hat, anderes gewohnt. Die Papiere sackten als Dax-Schlusslicht um 5,7 Prozent ab, zeitweise erreichten sie den tiefsten Stand seit mehr als drei Monaten.

Schwache Eckdaten hatten auch die Aktionäre von Wacker Chemie zu verdauen. Der Spezialchemiekonzern stellte für das Schlussquartal einen operativen Gewinn unter der durchschnittlichen Analystenschätzung in Aussicht. Zeitweise erlittene Kursverluste holten die Papiere aber auf, wie ein Plus von knapp 0,2 Prozent am Ende zeigte. Wie zuletzt auch schon bei BASF überraschten auf den ersten Blick schwache Zahlen im Chemiesektor die Anleger nicht mehr, urteilte ein Händler.

Aus Branchensicht schlugen sich die Immobilienwerte gut. Analyst Rob Jones von der Investmentbank Exane BNP Paribas warnte die Anleger, nach dem schwachen Vorjahr nun „das Schiff nicht zu verpassen“. Zu seinen Favoriten gehören Vonovia, die am Montag um 2,9 Prozent zulegten und zu den stärksten Dax-Werten gehörten.

Die Titel von Secunet Security Networks verteuerten sich trotz eines verfehlten Ergebnisziels (Ebit) für 2022 um 5,3 Prozent, womit sie den Nebenwerteindex SDax anführten. Beim Umsatz erzielte der IT-Sicherheitsdienstleister einen Rekordwert und übertraf die Zielvorgabe des Managements.

Der New Yorker Dow Jones Industrial bewegte sich zum Handelsschluss in Europa mit knapp einem Prozent im Plus, während der technologielastige Nasdaq 100 etwa zwei Prozent zulegte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,75 Prozent auf 4150,82 Punkte.

Der Kurs des Euro notierte zuletzt bei 1,0860 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Montag auf 1,0871 (Freitag: 1,0826) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9199 (0,9237) Euro.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,13 Prozent am Freitag auf 2,18 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,23 Prozent auf 126,78 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,23 Prozent auf 137,87 Zähler.

( © dpa-infocom, dpa:230122-99-314380/8 (dpa) )