Elektronikmärkte

Diese Kette will Media Markt und Saturn Konkurrenz machen

Ein Lieferwagen von Coolblue in Düsseldorf: Dort eröffnet bald die erste Filiale der niederländischen Elektronikmarktkette in Deutschland.

Ein Lieferwagen von Coolblue in Düsseldorf: Dort eröffnet bald die erste Filiale der niederländischen Elektronikmarktkette in Deutschland.

Foto: Michael Gstettenbauer / Imago Images

In den Niederlanden ist Coolblue schon der führende Elektronikhändler. Jetzt will die Kette Deutschland erobern – "Stadt für Stadt".

Berlin. Elektronikmärkte wie Media Markt und Saturn müssen sich auf neue Konkurrenz einstellen: Mit einer ersten Filiale in Düsseldorf will der niederländische Marktführer Coolblue seine Expansion nach Deutschland beschleunigen. Das Vorzeige-Geschäft im begehrten Kö-Bogen könnte schon bald eröffnen – zurzeit sucht das Unternehmen 40 Mitarbeiter für den Standort.

Coolblue wurde 1999 in Rotterdam gegründet und ist bislang in den Niederlanden und Belgien mit Filialen vertreten. Online ist das Angebot seit 2020 auch in Deutschland verfügbar. Zuerst am Niederrhein baute das Unternehmen einen Liefer- und Montageservice für große Haushaltsgeräte und Fernseher auf, kleinere Geräte werden inzwischen von Fahrradkurieren gebracht. Die Filiale in Düsseldorf soll der erste Schritt sein vom Onlinehändler zur Elektronikmarktkette.

Coolblue setzt Media Markt und Saturn unter Druck

"In den Niederlanden und Belgien haben wir Kunden sehr glücklich gemacht, indem wir es ihnen ermöglicht haben, Produkte in unseren Geschäften zu erleben", schreibt Firmenchef und Mitgründer Pieter Zwart auf der Homepage von Coolblue. Die Filialeröffnung in Düsseldorf sei erst der Anfang: "Wir nehmen uns den deutschen Markt Stadt für Stadt vor", sagte Zwart "Welt am Sonntag".

Für Media Markt und Saturn – die beide zum Mutterkonzern Ceconomy gehören – kommt die neue Konkurrenz zur Unzeit. Ende März teilte Media Markt mit, in Deutschland 13 Filialen zu schließen und 1000 Stellen zu streichen. Inzwischen ist bekannt, dass auch mehrere Standorte in Nordrhein-Westfalen betroffen sind. Auch viele Saturn-Filialen könnten vor dem Ende stehen – diese befinden sich im Gegensatz zu Media Märkten oft mitten in begehrten Innenstadtlagen. Insgesamt will Ceconomy in Deutschland 3500 Stellen abbauen. (küp)