Corona-Lockdown

Ikea öffnet trotz Corona-Lockdown: Das müssen Kunden wissen

| Lesedauer: 3 Minuten
Tobias Kisling
Das sind die neuen Corona-Regeln

Das sind die neuen Corona-Regeln

Vorsichtige Öffnungsschritte in Abhängigkeit von der Entwicklung der Corona-Lage: Ein Überblick über die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern zur Pandemie in Deutschland.

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Der Einzelhandel darf ab dem Montag wieder öffnen. Auch bei Ikea geht es dann wieder los. Doch einige Corona-Einschränkungen bleiben.

Berlin. 
  • Beim Corona-Gipfel haben sich Bund und Länder auf eine Lockerung des Corona-Lockdowns geeinigt
  • Der Möbelhändler Ikea will die beschlossenen Regeln nutzen und wieder öffnen
  • Wer einkaufen will, braucht allerdings einen Termin
  • Wir erklären, was sie zum „Click&Meet“ bei Ikea wissen müssen

Ab Montag geht es wieder los: Der Einzelhandel darf wieder seine Türen öffnen. Allerdings nur mit Einschränkungen. Ist die Sieben-Tages-Inzidenz, also die Anzahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner, niedriger als 50, dürfen sich in Einzelhandelsgeschäften bis zu 800 Quadratmeter je ein Kunde pro 10 Quadratmeter aufhalten, bei größeren Geschäften ist es ein Kunde je 20 Quadratmeter.

Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, dann kann ein Kunde pro 40 Quadratmeter ein Geschäft besuchen, wenn er vorher einen Termin vereinbart hat. Dieses Konzept möchte auch der Einrichtungskonzern Ikea nutzen – und wieder öffnen.

Ikea: Einkaufen nach vorheriger Terminvergabe

Wie die schwedische Möbelhauskette auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, wolle man überall dort öffnen, wo es auf Basis der geltenden Beschlüsse möglich sei. Sprich: Überall dort, wo die Sieben-Tages-Inzidenz nicht höher als 100 ist.

Wer nach neuen Möbeln, Einrichtungsgegenständen oder auch nur Hotdog-Paketen Ausschau halten will, benötigt dafür allerdings einen Termin. Das sogenannte „Click&Meet“-System ist im Einzelhandel umstritten. Der Deutschland-Chef der Elektronikfachmarktkette MediaMarktSaturn, Florian Geitl, hält es aufgrund des bürokratischen Aufwands beispielsweise für ungeeignet und „unwirtschaftlich“. Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) kritisiert die neue Terminpflicht.

Begrenzter Einlass: Viel Platz für Kunden im Möbelhaus

Die neuen Bund-Länder-Beschlüsse bringen allerlei Kuriositäten zu Tage. Eine davon ist die Anzahl der Kunden pro Quadratmeter. Liegen ein gleichgroßes Ikea und ein Gartencenter nebeneinander, so dürfen ab der kommenden Woche doppelt so viele Kunden in das Gartencenter wie in das Möbelhaus.

Immerhin: Mit nur einem Kunden pro 40 Quadratmetern dürften Kunden keine Probleme haben, den Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Metern problemlos einzuhalten.

Ewig trödeln können Kunden beim Rundgang durch die Möbelwelten allerdings nicht. 90 Minuten Zeit räumt Ikea jedem Besucher ein. Der Termin muss vorher über ein Buchungstool auf Ikea.de gebucht werden.

Öffnung der Ikea-Häuser: Je nach Standort kann es später losgehen

Ikea warnt allerdings bereits davor, dass es durchaus zu Verzögerungen beim Start kommen kann. „Ab wann Click&Meet möglich sein wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab und variiert von Standort zu Standort“, heißt es in der Stellungnahme.

Auch müsse man die Entwicklung der Inzidenzen und der Behörden berücksichtigen. „Wir raten unseren Kunden daher, vor ihrem geplanten Besuch im Einrichtungshaus auf Ikea.de zu überprüfen, ob es an den jeweiligen Standorten evtl. abweichende Regelungen gibt“, heißt es weiter.

Klar ist bereits, dass die Hygienekonzepte, die vor dem Lockdown galten, weiterhin aktuell sind. Sprich: Wer sich nach Möbeln umschauen will, braucht eine Maske, muss der durch Pfeilen markierten „Einbahnstraßenregelung“ folgen und muss mindestens 1,50 Meter Sicherheitsabstand zu anderen Kunden oder Mitarbeitern wahren. Die Ikea-Restaurants werden vorerst geschlossen bleiben.