Zugverkehr

Bahn: Keine Papier-Fahrkarten mehr in Fernzügen

Wintereinbruch sorgt für Verkehrsbehinderungen

Wintereinbruch sorgt für Verkehrsbehinderungen

Schnee, Glatteis und heftiger Wind: Tief "Tristan" beschert der Nordhälfte Deutschlands einen massiven Wintereinbruch. Die Bahn muss zahlreiche Verbindungen einstellen - auf unzähligen Straßen und Autobahnen kommt es zu Behinderungen. of the highway covered with snow and of the Dortmund train station in the State of Northrhine Westphalia

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Die Bahn will ab 2022 keine Papier-Fahrkarten mehr in Fernzügen verkaufen. Spontan mit dem Zug fahren, soll aber weiter möglich sein.

Berlin. Spontan in den Zug steigen und während der Fahrt eine Papier-Fahrkarte kaufen - das soll in einem Jahr nicht mehr möglich sein. Wie die Deutsche Bahn am Dienstag bestätigte, sollen ab dem 1. Januar 2022 keine Papier-Fahrkarten in Fernzügen mehr verkauft werden.

Stattdessen könnten Reisende von April an noch bis zehn Minuten nach Abfahrt eine digitale Fahrkarte über die App oder die Bahn-Website buchen. Dabei werde kein Bordzuschlag fällig.

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Deutsche Bahn: Online-Ticket soll erweitert werden

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hatte auf die aus ihrer Sicht falsche Entscheidung aufmerksam gemacht. „Wir haben immer für ein offenes System plädiert, das Reisenden im Fernverkehr spontan die Möglichkeit eröffnet, den Zug als ideales Verkehrsmittel zu wählen“, betonte die Gewerkschaft.

Die Bahn verwies auf die Erweiterung beim Online-Ticket und hob hervor: „Es wird auch weiterhin für spontan Reisende im Fernverkehr die Möglichkeit geben, noch im Zug ein Ticket zu kaufen.“

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Niedrige Anzahl von Fahrkarten wurden während der Zugfahrt gekauft

Nach Bahn-Angaben wurden in den vergangenen Jahren weniger als ein Prozent der Fahrkarten im Zug verkauft. Der Bordzuschlag, der dabei als Aufpreis fällig wird, liegt inzwischen bei 17 Euro. Im Nahverkehr und in der S-Bahn müssen Fahrkarten vor der Fahrt gelöst werden.

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Die Gewerkschaft forderte eine breite Informationskampagne über die Änderung. Denn die Gewerkschaft befürchtet Konflikte, wenn ahnungslose Fahrgäste nach dem Stichtag noch beim Zugpersonal nachlösen wollen.

(msb/dpa)