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Dieses Seitenbacher-Müsli ist die "Mogelpackung des Jahres"

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Das Seitenbacher "Frucht Müsli" wurde zur "Mogelpackung des Jahres" gewählt.

Das Seitenbacher "Frucht Müsli" wurde zur "Mogelpackung des Jahres" gewählt.

Foto: Verbraucherzentrale

Verbraucher stimmten für die größten Mogelpackungen ab. Auf der Liste landeten unter anderem Produkte von Seitenbacher, Milka und mehr.

Berlin. 
  • Einmal jährlich wird der Negativ-Preis "Mogelpackung des Jahres" verliehen
  • 2021 fanden sich diverse Markenprodukte unter den Nominierten
  • Durchsetzen konnte sich am Ende ein Müsli der Firma Seitenbacher

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat am Montagmorgen nach der Auswertung einer Online-Abstimmung mitgeteilt, das 54,5 Prozent aller Teilnehmer das "Frucht Müsli" von Seitenbacher zur "Mogelpackung des Jahres" gewählt haben.

: Demnach wurde die Füllmenge zuletzt verringert, die Rezeptur sei "quasi identisch" geblieben - allerdings hat sich am Preis etwas getan: Da das Produkt als neu vermarktet wird, zahlen Verbraucher je nach Supermarkt bis zu 75 Prozent mehr. Eine 750-Gramm-Tüte "Frucht Müsli" kostete im Sommer in der Supermarktkette Rewe 4,99 Euro. Das vorherige Produkt "Vollkorn-Früchte-Müsli" kam zuvor in einer 1.000-Gramm-Tüte daher und kostete dagegen nur 3,79 Euro.

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Dem Bericht zufolge haben dementsprechend von 21.400 Teilnehmern an der Abstimmung 11.700 Verbraucher das Müsli zur größten Mogelpackung gewählt. Der Hersteller Seitenbacher hatte bei der Nominierung für die Liste erklärt, es handle sich um ein "relativ neues" Produkt.

"Mogelpackung": Diese Produkte landeten ebenfalls auf der Liste

Mit 18,8 Prozent der Stimmen landeten der Milka Osterhase und der Weihnachtsmann von Mondelez auf Platz zwei der Auflistung. Die Kinder Schokolade aus dem Hause Ferrero wurde aufgrund von undurchsichtigen Preiserhöhungen von 18,5 Prozent der Verbraucher auf den dritten Platz gewählt. Die Whiskas Knuspertaschen von Mars wurden von 4,3 Prozent der Abstimmenden und die Bifi Minisalami von Jack Link's von 3,9 Prozent auf die Liste gesetzt.

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Der Verbraucherzentrale nach müssten Füllmengenreduzierungen vorab verpflichtet gemeldet werden - eine Transparenzplattform würde helfen. Versteckte Preiserhöhungen seien immerhin "Tricksereien" und für die Verbraucher "beim normalen Einkauf kaum zu bemerken".

Zu beachten ist, dass Hersteller eine unverbindliche Preisempfehlung für ihre Produkte abgeben. Die endgültigen Verkaufspreise legen die Händler fest. (day/dpa)