Fahrplanwechsel

Deutsche Bahn: Ab sofort mehr Verbindungen und höhere Preise

Stundentakt auf der Strecke Braunschweig - Gifhorn - Uelzen

Von Sonntag an gilt der Fahrplan zwischen Braunschweig, Gifhorn und Uelzen. Ein Halbstundentakt soll nicht wieder 20 Jahre Planzeit brauchen. Video: Dirk Kühn

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Der neue Fahrplan der Bahn bringt neue Direktverbindungen und eine höhere Taktung auf vielen Strecken. Die Ticketpreise werden erhöht.

Berlin. Die Deutsche Bahn hat mit dem Fahrplanwechsel nicht nur ihr Angebot ausgebaut, sondern auch die Preise angehoben. Zwischen Hamburg und Berlin fahren Fernzüge – wie ICE, Intercity und Eurocity – seit Sonntag dort nun durchschnittlich im Halbstundentakt. Dies ist ein Vorgeschmack auf den geplanten Deutschland-Taktfahrplan. Dieser soll in einigen Jahren auf weiteren wichtigen Strecken folgen. 60 statt bisher 45 Züge verbinden nun täglich die zwei größten deutschen Städte.

Neue Direktverbindungen gibt es außerdem zwischen Berlin und Bonn – eine Strecke, auf der etwa viele Regierungsbeamte, die in die frühere Bundeshauptstadt pendeln, noch immer lieber fliegen. Auf der wichtigen Strecke Berlin–Köln kommen jetzt ICE mit mehr Sitzen sowie Fahrradabteil zum Einsatz.

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Fahrplanwechsel: Mehr ICE-Fahrten, höhere Ticketpreise

Mehr und schnellere Verbindungen gibt es künftig auch zwischen München und Zürich mit Zügen der Schweizer Bundesbahnen. Eine zusätzliche tägliche ICE-Fahrt Hamburg–München soll bessere Verbindungen auch für Fahrgäste aus Lüneburg, Uelzen, Celle und Augsburg bringen.

Nachdem die Fahrpreise im Fernverkehr Anfang des Jahres um zehn Prozent gesunken waren, werden Fahrkarten nun wieder etwas teurer. Fahrkarten zum sogenannten Flexpreis verteuern sich im Schnitt um 1,5 Prozent, für Streckenzeitkarten und die Bahncard 100 liegt der Aufschlag im Durchschnitt bei 1,9 Prozent. Super-Sparpreise und Sparpreise bleiben unverändert, ebenso die Preise für die Bahncards 25 und 50.

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(dpa/bk)