Börse in Frankfurt

Corona-Angst lässt den Dax absacken

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Foto: dpa

Frankfurt/Main. Der deutsche Aktienmarkt ist unter der Last steigender Corona-Infektionen eingeknickt. Der Leitindex Dax reagierte darauf am Ende mit einem Minus von 2,49 Prozent auf 12 703,75 Zähler. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel verlor 1,53 Prozent auf 27 462,63 Punkte.

Im Dax gerieten vor allem Werte unter Druck, die unter einem Konjunkturrückschlag besonders leiden würden. Im Einklang mit dem europaweit sehr schwachen Trend zählten die Autowerte im Leitindex zu den größten Verlierern - für Volkswagen, Daimler und BMW ging es um jeweils rund drei Prozent abwärts. Die als defensiv geltenden Immobilienwerte wie Vonovia und Deutsche Wohnen konnten sich mit Kursverlusten von je rund einem Prozent noch am besten halten.

Im MDax griffen die Anleger weiter nach den Papieren des Kochboxenversenders Hellofresh, der als einer der Profiteure der Pandemie gilt. Die Anteilsscheine stiegen um gut ein Prozent.

Die Anteilsscheine von Fuchs Petrolub drehten ins Plus und gingen 0,6 Prozent höher aus dem Handel. Der Schmierstoffhersteller rechnet nach einem besser gelaufenen dritten Quartal mit einem geringeren Gewinnrückgang im Gesamtjahr.

Auf europäischer Bühne schloss der EuroStoxx 2,46 Prozent tiefer bei 3192,69 Punkten. Der Pariser Cac 40 und der Londoner FTSE 100 büßten jeweils rund 2 Prozent ein. In New York gab der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss nur leicht nach.

Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1698 (Mittwoch: 1,1750) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8549 (0,8511) Euro.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,58 Prozent am Vortag auf minus 0,62 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,21 Prozent auf 146,48 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,30 Prozent auf 175,85 Punkte.

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