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Porsche, VW oder Toyota: Immer mehr Autos im Abo

Sportwagen oder Familienkutsche? Abonnieren statt kaufen liegt im Trend. Immer mehr Autoanbieter setzten auf Abo-Modelle für Kunden.

Deutsche Autobauer setzen auf Wachstum in China

Trotz der zuletzt schrumpfenden Nachfrage auf dem weltgrößten Automarkt zeigen sich VW, BMW und Daimler bei der Automesse in Schanghai zuversichtlich.

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Berlin. Wer ein Auto fahren will, muss deshalb längst keineswegs mehr selbst kaufen. Neben dem Leasing von Fahrzeugen setzten sich immer stärker Abos für Autos durch. Fast alle Hersteller bieten bereits Abo-Modelle für ihre Autos an. Die Palette reicht von Kleinwagen über Kompaktwagen bis hin zu SUV oder Transportern. Jetzt können sogar Sportwagen von Porsche im Abo genutzt werden.

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht ein hohes Kundeninteresse an Abo-Modellen. Der Direktor des CAR-Instituts schätzt, dass bis zum Jahr 2030 mindestens 500.000 Verträge jährlich abgeschlossen werden. Das Auto-Abo könne zu einem großen Erfolgsmodell für die Autobranche werden.

Auto-Abo: Gesamtpaket macht Kosten für Kunden überschaubar

Die Vorteile von Abo-Mieten liegen auf der Hand: Die Autofahrer können sich je nach Wunsch und Geldbeutel eine bestimmte Wagenklasse eines Herstellers aussuchen. Die Abos sind variabel für mehrere Monate abschließbar - meistens zwischen 6 und 36 Monaten. Der Nutzer eines Auto-Abo bezahlt über die Vertragslaufzeit eine fixe Monatsrate, die in der Regel alle Fahrzeugkosten enthält.

So sind in dem Abo-Preis meistens die Auto-Versicherung, die Steuer, die Kosten für die Zulassung, Bereifung sowie die Kosten für Reparatur und Wartung enthalten. Die Kilometerzahl ist meistens begrenzt und wird von jedem Autobauer festgelegt. Die Tankkosten müssen die Nutzer individuell tragen.

Auto im Wechsel: Cabrio im Sommer, Coupé im Winter

In der Regel können die Abonnenten das Auto nach einem gewissen Zeitraum gegen ein anderes Modell austauschen – und beispielsweise in den Sommermonaten ein Cabrio fahren. Der Vorteil gegenüber Leasing: Die Abo-Zeiten sind deutlich kürzer als beim Leasing. Abo-Modelle sind oft weitestgehend „all-inclusive“ – damit erhält der Nutzer große Kostentransparenz.

Ähnlich wie Streaming-Angebote für Filme, Musik oder Flat-Rates für Smartphones sind Auto-Abos einfache und für Kunden komfortable Produkte, sagt Dudenhöffer. Nach einer aktuellen Befragung von künftigen Autokäufern würde sich bereits jeder Fünfte für ein Abo-Modell entscheiden. Rund 61 Prozent würden das Auto kaufen oder finanzieren.

„Insbesondere jüngere Zielgruppen besitzen nicht mehr zwingend selbst ein Auto, sondern wollen es je nach Lebenssituation und Anlass flexibel nutzen“, nennt Alexander Pollich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Deutschland einen Grund für das neue Abo-Angebot. Der Autobauer reagiere auf diese veränderten Bedürfnisse. Auch der Autoverleiher Sixt setzt auf das Modell.

Eine Auswahl der Angebote:

Volkswagen

Volkswagen bietet Abo-Modelle je nach Fahrzeugklassen zu unterschiedlichen Preisen an.

  • Wer einen VW Golf, Skoda Rapid Spaceback oder Seat Leon für drei Monate abonnieren mag, muss beispielsweise 700,87 Euro monatlich bezahlen. Bei 12 Monaten Laufzeit kostet das Abo 652,13 Euro.
  • Das „Mini“-Abo für Kleinwagen – wie den VW up! Oder Seat Mii – kostet 427,93 Euro monatlich, bei 12 Monaten Laufzeit sinken die Abokosten auf 388,94 Euro monatlich.
  • Aber auch Familien-Autos – wie der VW Touran oder VW Tiguan - können ab 808,10 Euro bei 3-monatiger Laufzeit abonniert werden.

Die Fahrzeuge werden innerhalb von 48 Stunden bereitgestellt werden, so VW. Die Fahrzeuge können ein Mal pro Monat innerhalb des jeweils gebuchten Pakets gewechselt werden.

Toyota

Bei Toyota hat - vom Kleinwagen, über SUV, Kombi bis zum Kleintransporter - verschiedene Fahrzeugklassen im Angebot.

  • Der Kleinwagen Toyota Aygo X ist ab 242 Euro monatlich abonnierbar,
  • den Toyota Corolla Team ID mit Hybridantrieb gibt es ab 360 Euro,
  • den Kleintransporter Proace City L1 gibt es ab 399 Euro pro Monat.

Die Verträge laufen zwischen sechs und 24 Monaten.

Porsche

Bei Porsche können Kunden gebrauchte Sportwagen und Leasingrückläufer aller Modellreihen der Marke zum Paketpreis mieten.

  • Die Mindestlaufzeit des „Porsche Drive Abos“ beträgt sechs Monate.
  • Enthalten sind 1250 Freikilometer pro Monat sowie alle Kosten für Wartung, Verschleißteile und Versicherung.

Die Abwicklung erfolgt über die Vertragshändler, künftig soll dies auch online möglich sein. Die Abo-Preise starten bei rund 1400 Euro pro Monat.

Volvo

Auch Volvo bietet unter anderem den Volvo XC40, ein Kompakt-SUV, den Mittelklasse-SUV Volvo XC60Autos sowie den Kombi V6 an.

  • Die Angebote beginnen ab 499 Euro monatlich.
  • Die Fahrzeuge können jederzeit mit dreimonatiger Kündigungsfrist ausgeliehen werden – und zwar online.
  • Danach kann auf ein anderes Modell umgestiegen werden.

„Care by Volvo“ ist laut Volvo eine flexible Alternative zum Auto-Leasing. Es werden keine Anzahlungen oder Schlussraten fällig.