Medienpreis

Lead Awards: „Abendblatt“-Chefredakteur ist Blattmacher 2019

Lars Haider, Chefredakteur des „Hamburger Abendblatts“, ist mit dem Lead Award in der Kategorie Zeitung regional ausgezeichnet worden.

Lars Haider, Chefredakteur des „Hamburger Abendblatt“, wird nach dem Erhalt des Preises bei den Lead Awards von Moderator Michel Abdollahi interviewt.

Lars Haider, Chefredakteur des „Hamburger Abendblatt“, wird nach dem Erhalt des Preises bei den Lead Awards von Moderator Michel Abdollahi interviewt.

Foto: Axel Heimken / dpa

Hamburg. Die Lead Awards sind für Deutschlands Medienschaffende, was die Oscars für Schauspieler sind: die höchste Auszeichnung, die man erhalten kann. Am Montagabend hat die Jury des Preises, der seit 1993 vergeben wird, die besten Blattmacher und Chefredakteure ausgezeichnet – und dabei für große Freude bei Hamburger Medien gesorgt.

Etwa beim „Hamburger Abendblatt“: Chefredakteur Lars Haider wurde erstmals zum Blattmacher des Jahres in der Kategorie „Zeitung regional“ gewählt und war überglücklich: „2019 war beim Abendblatt ein Jahr voller großartiger Ideen und Projekte, angefangen bei unseren Podcasts über die Verfilmung des Grundgesetzes bis hin zu Magazinen über Udo Lindenberg, John Neumeier und Greta“, sagte er.

„Dass ich dafür stellvertretend für die Redaktion diese Auszeichnung entgegennehmen kann, ist wunderbar. Vielen Dank an die Jury.“

Giovanni di Lorenzo mit Lead Award geehrt

In der Kategorie „Zeitung überregional“ gewann Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“ die Auszeichnung. Der Leiter der LeadAcademy, Markus Peichl, verwies auf die Leistung di Lorenzos, eine zeitgemäße Zeitung definiert zu haben. Zum Beispiel habe er ein neues Ressort eingeführt – „Streit“. Dabei werden verschiedene Meinungen gegenübergestellt.

Di Lorenzo betonte bei der Verleihung, dass „Streit“ das Aufsehenerregendste in den letzten Jahren bei der Zeitung sei. Er sagte in seiner Rede auch, dass er in seinem Berufsleben diese Erfahrung gemacht habe: Alles, was gut gelaufen ist und was Leser mögen, habe zunächst unter hämischem Gelächter der eigenen Branche gestanden.

Di Lorenzo ergänzte dazu: „Hört nicht so sehr auf Journalisten, dann wird alles gut.“ Er appellierte auch daran, mehr Mut zu haben, um mehr Diversität zu zeigen.

Die LeadAwards, die zu den wichtigen Medienpreisen in Deutschland gehören, wurden zum 26. Mal vergeben. Hinter dem Preis steht der Verein LeadAcademy und seine Jury.

Weitere Gold-Gewinner wurden:

  • Kategorie „Magazin Debatte“ - Michael Ebert und Timm Klotzek als Chefredakteure des „SZ-Magazins“;
  • Kategorie „Magazin Popular“ - Sabine Ingwersen als Chefredakteurin unter anderem der Zeitschriften „Tina“, „Bella“ und „Laura“;
  • Kategorie „Magazin Independent“ - Oliver Wurm („Das Grundgesetz als Magazin“, „Fußballgold“);
  • „Magazin Lifestyle“ - Sinja Schütte (Chefredakteurin unter anderem von „Flow“, „Living at Home“, „Hygge“).
  • In der Kategorie „Webmagazin national“ gewannen Matze Hielscher und Pierre Türkowsky (Chefredakteure „Mit Vergnügen“).
  • Erstmals gab es einen Lead Award für die Kategorie „Podcast national“ - Sabine Rückert und Andreas Sentker siegten mit „Zeit Verbrechen“.

(fmg/dpa)