Pleite

Flüge gesichert: Condor bekommt Überbrückungskredit

Condor bekommt 380 Millionen Euro,. Das hat die EU entschieden. Nach der Insolvenz von Thomas Cook war die Zukunft nicht sicher.

Condor ist gerettet, die Flüge sind vorerst gesichert.

Condor ist gerettet, die Flüge sind vorerst gesichert.

Foto: Marcel Kusch / dpa

Berlin. Gute Nachricht für die Condor, die seit der Pleite von Thomas Cook auf Rettung hofft, und viele verunsicherte Touristen: Die EU-Kommission hat den staatlichen Überbrückungskredit für den deutschen Ferienflieger genehmigt. Damit sollten auch die gebuchten Flüge der nächsten Monate sicher sein.

Die vorgesehenen 380 Millionen Euro der Staatsbank KfW verzerrten den Wettbewerb in der EU nicht übermäßig, stellte die Brüsseler Behörde am Montag fest.

Condor gerettet: Viele Reiseveranstalter betroffen

Condor ist ein wichtiger Partner verschiedener Reiseveranstalter. Die bislang profitable Fluggesellschaft mit knapp 60 Flugzeugen und 4900 Beschäftigten will in einem sogenannten Schutzschirmverfahren den Winter überleben. Dabei soll verhindert werden, dass Geld an die britische Mutter abfließt. Mit dem nun genehmigten Kredit ist die Gesellschaft zunächst wieder flüssig.

Das Geld werden „im Interesse der Fluggäste zur ordnungsgemäßen Aufrechterhaltung der Flugdienste beitragen“, erklärte die EU-Kommission weiter. Es sei an strenge Auflagen geknüpft. Die Summe werde in Raten ausbezahlt, Condor müsse seinen Liquiditätsbedarf wöchentlich nachweisen.

Deutschland habe zudem zugesichert, dafür zu sorgen, dass Condor den Kredit entweder nach sechs Monaten vollständig zurückzahlt oder eine umfassende Umstrukturierung durchführt, um wieder rentabel zu werden.

Thomas Cook wollte Airlines schon im Februar loswerden

Die britische Konzernmutter Thomas Cook wie auch die deutsche Veranstaltungstochter mit Reisemarken wie Neckermann, Öger oder Bucher hatten zuletzt Insolvenz angemeldet. Thomas Cook hatte seine Airlines schon im Februar zum Verkauf gestellt, letztlich aber keinen Deal abgeschlossen.

Die Condor-Führung ist derzeit auf der Suche nach Investoren. Bis Ende März muss Insidern zufolge eine Lösung stehen.

Thomas Cook selbst musste Reisen bis Ende Dezember absagen. Eine Folger der Insolvenz: Easyjet interessierte sich für Teile des Unternehmens. Diese deutschen Unternehmen gehören alle zu Thomass Cook. Die Airline Condor sah sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Die Konkurrenz bezichtigte Condor, Schnäppchen auf Staatskosten anzubieten.