Bahn-Konkurrent

Flixtrain: Diese Städte werden ab Dezember neu angefahren

Der Fernzuganbieter Flixtrain baut sein Netz aus. Sieben neue Haltestellen sollen mit dem Fahrplanwechsel im Dezember dazukommen.

Die charakteristisch grüne Farbe unterscheidet die Züge von Flixtrain von den roten Loks der deutschen Bahn. Ab Dezember hat Flixtrain sieben neue Ziele im Fahrplan.

Die charakteristisch grüne Farbe unterscheidet die Züge von Flixtrain von den roten Loks der deutschen Bahn. Ab Dezember hat Flixtrain sieben neue Ziele im Fahrplan.

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Berlin/München. Ab 15. Dezember bietet der Bahn-Konkurrent Flixtrain zum Fahrplanwechsel sieben neue Ziele im Fernzugnetz an. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Ab Frühjahr 2020 hat Flixtrain eine neue Verbindung zwischen Hamburg und Stuttgart im Angebot. „Die Strecke wird über Hannover, Göttingen, Kassel-Wilhelmshöhe, Fulda, Frankfurt, Darmstadt und Heidelberg führen“, hieß es. Bis zum Sommer sollen demnach drei Abfahrten pro Tag und Richtung angeboten werden.

Flixtrain plant neue Expressverbindungen

Auf der Strecke Berlin-Stuttgart kommen die Stopps Halle (Saale), Erfurt, Eisenach und Gotha hinzu. Die bisherige Verbindung zwischen Berlin und Köln wird ebenfalls erweitert – im Osten um die Halte Lutherstadt Wittenberg, im Westen fährt der Zug fortan bis Aachen.

Zwischen Hamburg und Köln soll es eine besonders schnelle Expressverbindung geben. Die Fahrt soll nur noch gut dreieinhalb Stunden dauern.

Flixtrain – das sind die sieben neuen Halte:

  • Leipzig
  • Aachen
  • Halle (Saale)
  • Erfurt
  • Gotha
  • Eisenach
  • Lutherstadt Wittenberg

Flixtrain ist die Zugmarke des Unternehmens Flixmobility, das den Markt für Fernbusreisen in Deutschland mit seiner Marke Flixbus dominiert. Auf der Flixtrain-Strecke zwischen Hamburg und Köln will das Unternehmen schneller unterwegs sein. „Auf der neuen dauert die Fahrt zwischen beiden Städten nur noch gut dreieinhalb Stunden“, teilte Flixtrain mit. Bislang waren Reisende dort je nach Verbindung laut Fahrplan-Auskunft mindestens vier Stunden unterwegs.

Während im Regional- und Güterverkehr neben der Deutschen Bahn bereits zahlreiche Wettbewerber unterwegs sind, ist der Fernverkehr bislang weiter fest in der Hand des Staatskonzerns. Flixtrain ist dort bislang der einzige Konkurrent.

Neben Flixtrain: Neuer Bahn-Konkurrent Rheinjet startet im November

Anfang September hatte allerdings das Unternehmen Rheinjet aus Meerbusch bei Düsseldorf angekündigt, ab Anfang November eine Zugverbindung zwischen Stuttgart, München und Frankfurt anzubieten. Ein Zug solle die drei Städte alle zwei Wochen freitags nacheinander anfahren. Weder der neue Wettbewerber noch der nun angekündigte Angebotsausbau von Flixtrain dürften am hohen Marktanteil der Deutschen Bahn im Fernverkehr allerdings viel ändern: Dieser lag jüngst laut Monopolkommission bei 99 Prozent. (mir/dpa)