Gebühren

Auf EU-Drängen: AirBnB macht Buchungspreise transparenter

AirBnB-Kunden sehen ab sofort schon bei der Suche, wie hoch der Endpreis für eine Unterkunft ist – eine Reaktion auf Kritik der EU.

Airbnb-Selbstversuch: Das passiert, wenn man bei Fremden ein Zimmer mietet

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Berlin.  AirBnB ist inzwischen zur echten Größe bei der Urlaubsplanung geworden. Die privaten Unterkünfte, die dort angeboten werden, sind häufig günstiger und individueller als klassische Hotelzimmer – allerdings ist die Preisgestaltung bisher nicht immer sofort durchschaubar gewesen. Die EU-Kommission hatte das bisherige Vorgehen kritisiert, das US-Unternehmen eingelenkt.

Problem: Auf der Plattform wurde der Preis für die gewünschte Unterkunft und die Dauer des Aufenthaltes angezeigt. Allerdings zahlt der Buchende am Ende mehr, denn es kommen noch Gebühren und zum Beispiel Reinigungspauschalen hinzu. Somit ist auf den ersten Blick bisher nicht ersichtlich, was final gezahlt wird. Bisher.

AirBnB: Gebühren jetzt sofort sichtbar – nicht erst bei Buchung

Schon bei der Suche werde Airbnb-Nutzern nun der vollständige Preis angezeigt, inklusive der Gebühren der Plattform und anderen Kosten wie etwa Reinigungszuschlägen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Gleichzeitig sei nun klar zu erkennen, ob eine Wohnung von Privatleuten oder professionellen Anbietern offeriert werde. Zudem habe die Firma die Möglichkeiten verbessert, Streitigkeiten wegen der Dienstleistung zu schlichten.

Justizkommissarin Vera Jourova hatte die Punkte voriges Jahr kritisiert. AirBnB bietet ähnlich wie Rivale Wimdu Privatwohnungen für Reisende an und macht damit Hotels große Konkurrenz. Kritiker werfen dem US-Konzern vor, in Touristenhochburgen wie Barcelona oder Berlin für die stark steigenden Mietpreise mitverantwortlich zu sein.

Ärger hatte Airbnb in München: Die Stadt darf Vermieter-Daten abfragen – es geht um Steuergelder. Die Firma besteht inzwischen seit mehr als zehn Jahren: Was Mieter und Vermieter über AirBnB wissen müssen. Kritiker sagen, der Weg vom Start-up zum großen Reibach hat viel der ursprünglichen Idee zerstört. (ses/dpa)