Steuern

Kinderbetreuung durch Verwandte: Kosten absetzbar

Wenn das Kind zum Beispiel von den Großeltern betreut wird, kann das als Sonderausgabe in der Steuererklärung angegeben werden.

Wenn Oma und Enkelin den Tag gemeinsam verbringen, können Betreuungskosten in der Steuererklärung angegeben werden.

Wenn Oma und Enkelin den Tag gemeinsam verbringen, können Betreuungskosten in der Steuererklärung angegeben werden.

Foto: Mascha Brichta / picture alliance

Häufig übernehmen nahe Angehörige wie Oma und Opa die Kinderbetreuung. Der Staat unterstützt auch das finanziell. Und zwar selbst dann, wenn Eltern für die Betreuung nicht mal etwas bezahlen.

Sofern Oma und Opa gegen ein Entgelt auf ihre Enkel aufpassen und eine eindeutige Vereinbarungen zur Betreuung besteht, die dann auch tatsächlich umgesetzt wird, können die Kinderbetreuungskosten auch in diesem Fall – so wie bei jeder anderen Kinderbetreuung – ganz normal als Sonderausgaben in der Steuererklärung angegeben werden. Eine Voraussetzung: Die Betreuungsperson darf nicht mit dem Steuerzahler selbst und dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben. Auch hier ist wichtig: Die bargeldlose Bezahlung und Rechnungsstellung dürfen nicht vergessen werden.

Fahrtkosten können Sonderausgaben sein

Wenn die Großeltern jedoch unentgeltlich auf die Kleinen aufpassen, fließt ja kein Geld. Und dennoch können Kosten entstehen, an denen sich der Staat beteiligt. Zum Beispiel Fahrtkosten auf dem Weg zwischen der eigenen Wohnung und der, in der das Kind lebt. Die sind ebenfalls als Sonderausgaben absetzbar. Dazu müssen die Eltern sie aber ersetzen.

Bei allen Kinderbetreuungskosten gilt: Nicht berücksichtigt werden Aufwendungen für (Nachhilfe-)Unterricht, für Sport- und und für Musikunterricht oder die Verpflegung des Kindes.