Steuern 2018

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Für viele Arbeitnehmer besteht keine Pflicht, eine Steuererklärung abzugeben. Anders ist dies aber in folgenden Fällen:

In diesen Fällen muss eine Steuererklärung erstellt werden

Der Arbeitgeber hat bei der Gehaltsabrechnung einen individuellen Freibetrag berücksichtigt, der die Lohnsteuer ermäßigt hat. Die Abgabepflicht gilt, wenn der Arbeitnehmer 2018 mehr als 11.400 Euro Lohn bekommen hat; bei zusammen veranlagten Ehegatten insgesamt über 21.650 Euro.

Beide Ehepartner haben Lohn bezogen und die Steuerklassenkombination III/V oder IV mit Faktor/IV mit Faktor gewählt.

Der Arbeitnehmer hat nebeneinander von mehreren Arbeitgebern Lohn oder Versorgungsbezüge erhalten (Steuerklasse VI für den zweiten Lohn).

Er erhielt Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosen-, Kurzarbeiter-, Kranken-, Mutterschafts-, Insolvenz- oder Elterngeld von mehr als 410 Euro. Diese sind zwar steuerfrei, erhöhen aber den Steuersatz für die steuerpflichtigen Einkünfte (Progressionsvorbehalt).

Er hatte steuerpflichtige Nebeneinkünfte über 410 Euro, die er nicht versteuert hat.

Wenn der Mitarbeiter eine Abfindung erhalten hat, für die der Arbeitgeber Lohnsteuer nach der Fünftel-Regelung einbehalten hat.

Wenn einer der Ehepartner in seiner Steuererklärung die Einzelveranlagung wählt, dann muss der andere eine eigene Erklärung abgeben.

Hat der Anleger Kapitalerträge, für die noch keine Abgeltungssteuer abgeführt wurde, dann muss er diese in der Anlage KAP angeben. Das ist zum Beispiel bei Auslandskonten der Fall.

Und auch ein verbleibender Verlustvortrag ist ein Grund für die Pflichtveranlagung.

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