Verhandlungen

Neuer Tarifvertrag steht – Bahn zahlt Lokführern mehr Gehalt

Die Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt. Streiks sind nun bis 2021 ausgeschlossen.

Die Deutsche Bahn gilt als chronisch unpünktlich. Wir zeigen vier Fakten rund um die Pünktlichkeit auf den deutschen Schienen.

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Frankfurt/Main.  Die Zeit der Streiks bei der Deutschen Bahn ist vorerst vorbei. Das Unternehmen hat sich nun auch mit der Lokführergewerkschaft GDL auf einen neuen Tarifvertrag mit höheren Gehältern geeinigt.

Die Lokführer erhalten ein 6,1-prozentiges Lohnplus in zwei Stufen und eine Einmalzahlung von 1000 Euro. Statt der zweiten Tariferhöhung zum Juli 2020 können sie auch zusätzlichen Urlaub oder eine kürzere Wochenarbeitszeit wählen.

Mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte sich die Bahn bereits im Dezember geeinigt.

Mit der in Frankfurt vereinbarten langfristigen Regelung sind Streiks des gesamten Bahn-Personals nun für längere Zeit ausgeschlossen. Frühestens darf wieder im März 2021 gestreikt werden.

GDL hatte Verhandlungen im Dezember für gescheitert erklärt

In den Verhandlungen ging es zuletzt auch um den Umgang mit digitalen Arbeitsmitteln. „Wir lehnen es ab, dass unsere Leute rund um die Uhr erreichbar sein sollen“, hatte GDL-Chef Claus Weselsky vor dem Beginn der Gespräche erklärt.

Die GDL hatte im Dezember die Tarifverhandlungen zunächst für gescheitert erklärt – zuletzt aber verkündet, sie habe von der Bahn ein verbessertes Angebot erhalten.

Von den rund 160.000 Tarifbeschäftigten der Bahn gehören rund 36.000 zum Fahrpersonal, dessen Belange von beiden Gewerkschaften vertreten werden. Die Bahn will in getrennten Verhandlungen widerspruchsfreie Abschlüsse erreichen, die sich aber in Details durchaus unterscheiden können.

In der betrieblichen Praxis werden dann die Regelungen für das gesamte Fahrpersonal einheitlich gleich angewendet. Verhandlungserfolge der EVG kommen so auch GDL-Mitgliedern zugute und umgekehrt.

(dpa/rtr/ba)