Restaurantkette

Vapiano macht Verlust – weniger Restauranteröffnungen

Bei Vapiano laufen die Geschäfte schlechter als erwartet. Vor allem in Europa hatte sich die Restaurantkette mehr Umsatz erhofft.

Bekannt für schnelle Pasta- und Pizzagerichte: die Restaurantkette Vapiano.

Bekannt für schnelle Pasta- und Pizzagerichte: die Restaurantkette Vapiano.

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Köln.  Erst im September musste Vapiano die Umsatzerwartungen zurückschrauben, nun ist klar: Es sieht noch weit schlechter für die Restaurantkette aus. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres rutschte Vapiano in die roten Zahlen.

Der bereinigte Verlust belief sich auf 13,2 Millionen Euro, wie Vapiano am Mittwoch in Köln mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 1,6 Millionen Euro erwirtschaftet.

Vor allem gestiegene Abschreibungen wegen höherer Investitionen sowie höhere Zinskosten waren die Gründe, was an der Expansion von Vapiano mit neuen Restaurants und Zukäufen lag.

Vapiano-Aktien um zwei Drittel im Wert gesunken

Statt des erhofften Umsatzes von 385 bis 400 Millionen Euro werde für das laufende Jahr nur noch mit 375 bis 385 Millionen Euro gerechnet. Zwar wären das immer noch 15 bis 19 Prozent mehr Umsatz als 2017, die erneute Kurskorrektur dürfte die Anleger aber nicht gerade beruhigen.

Vapiano war im Juni 2017 an der Börse gestartet – mit 23 Euro je Aktie. Inzwischen sind die Papiere aber nur noch um die 7 Euro wert.

Neu eröffnete Restaurants nicht gut angenommen

Das Unternehmen wird zudem weniger neue Restaurants aufmachen als angekündigt. Gerüchte, Vapiano solle angesichts des Kursverfalls wieder von der Börse genommen werden, hatte das Unternehmen erst kürzlich dementiert.

Begründet wurde der gesenkte Ausblick damit, dass die Umsätze in Europa hinter den Erwartungen zurückblieben. Auch einige neu eröffnete Restaurants hätten sich nicht wie geplant entwickelt.

Vapiano eröffnete 18 neue Restaurants

Vapiano ist ein deutsches Unternehmen der Systemgastronomie. Gearbeitet wird nach dem sogenannten Fast-Casual-Prinzip, bei dem frische Produkte von vergleichsweise hoher Qualität ähnlich schnell wie in klassischen Fast-Food-Restaurants zubereitet werden.

Zum 30. September betreibt das Unternehmen 220 Restaurants in 33 Ländern. Vapiano eröffnete in den ersten neun Monaten weltweit 18 Restaurants. Das Angebot zum Mitnehmen und Liefern nach Hause bietet Vapiano inzwischen an 120 Standorten in 16 Ländern an. (dpa/cho)