Finanzmarkt

Darum schwimmen die Banken in USA regelrecht im Geld

Die amerikanischen Großbanken melden satte Gewinne. Entscheidend dafür ist die freigiebige Steuerpolitik des US-Präsidenten Trump.

Auch die Wells Fargo Bank konnte glänzende Zahlen präsentieren.

Auch die Wells Fargo Bank konnte glänzende Zahlen präsentieren.

Foto: Mario Anzuoni / REUTERS

New York.  Donald Trumps Steuerreform und die brummende Konjunktur lassen bei den großen amerikanischen Geldhäusern die Kassen klingeln.

• Wells Fargo: Die Großbank aus San Francisco hat ihren Gewinn im dritten Quartal um 32 Prozent auf 5,45 Milliarden Dollar gesteigert. Dabei profitierte die Bank von einer höheren Zinsmarge und geringeren Kosten.

• Citigroup: Die Großbank hat ihren Gewinn im dritten Quartal um zwölf Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar gesteigert. Dazu trugen nach Angaben der Bank vor allem niedrigere Steuern und gesunkene Kosten bei.

• JP Morgan: Die größte US-Bank hat ihren Gewinn im dritten Quartal um 24 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar gesteigert. Dazu trugen niedrigere Steuern, ein höherer Zinsüberschuss und gesunkene Belastungen durch faule Kredite bei.

Von solche Zahlen können deutschen Banken nur träumen

Von den Zahlen der US-Konkurrenz können viele europäische Geldhäuser nur träumen, die gegenüber den Wall-Street-Häusern immer weiter ins Hintertreffen geraten. Bei der krisengebeutelten Deutschen Bank etwa erwarten Analysten im Schnitt für das dritte Quartal einen Nettogewinn von rund 150 Millionen Euro.

Donald Trumps Steuerreform, mit der die Körperschaftssteuer zu Jahresbeginn auf 21 Prozent von 35 Prozent gesunken war, spielt bei der Entwicklung eine entscheidende Rolle.

Doch die Sorgen der US-Geldinstitute vor einem Konjunktureinbruch werden nicht zuletzt wegen der Handelsstreitigkeiten größer. Die Wirtschaft sei zwar stark, doch „überall fliegen uns die geopolitische Unsicherheiten um die Ohren“, sagte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon. Sorgen bereitet ihm zudem die Inflation. (rtr)