Lebensmittel

Rewe und Penny verkaufen Obst und Gemüse mit Fehlern

Wegen der Dürre wollen die Ketten Penny und Rewe Äpfel und Möhren mit Schönheitsfehlern verkaufen – allerdings nur für ein paar Monate.

Mit diesen 5 Tipps erkennt man, ob Lebensmittel noch genießbar sind

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Köln.  In die Supermarktregale haben es sonst nur die Besten geschafft: glänzend runde Äpfel, makellose Zwiebeln und schnurgerade Möhren. Zumindest bei den Supermarktketten Rewe und Penny soll sich das nun für einige Zeit ändern.

Wie die Rewe Group, zu der die beiden Ketten gehören, am Donnerstag mitteilte, wolle man ab sofort „die Toleranzen im konventionellen Obst- und Gemüsesortiment hinsichtlich Farb- und Formfehlern“ erweitern. Dies habe aber keine negativen Folgen für Qualität und Geschmack, versicherte die Unternehmensgruppe.

Den Schritt begründet die Rewe Group mit der Unterstützung der mit den Folgen der Dürre belasteten Bauern in vielen Anbaugebieten. „Der von der Natur verursachte optische Makel ist rein äußerlich, Qualität und Geschmack sind durch die Hitzeschäden nicht beeinträchtigt“, erklärte Eugenio Guidoccio, Geschäftsführer Ware Ultrafrische, REWE Group.

Aktion soll bis Anfang 2019 laufen

Betroffen seien Äpfel, Möhren, Zwiebeln und Kartoffeln. In den Märkten sollen zudem mit gezielten Aktionen spezielle Verpackungsgrößen für Äpfel mit kleinen Makeln beworben werden, heißt es.

Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern bleibt allerdings nur für wenige Monate in den Regalen der Supermärkte. Als Zeitraum für die Aktion gab die Rewe Group an: „ab sofort bis teilweise Anfang 2019.“ Die zeitliche Begrenzung erklärt Pressesprecherin Kristina Schütz auf Anfrage mit der Verfügbarkeit der Ware: „Wir unterstützen die Erzeuger und Lieferanten dort, wo es nötig ist und so lange, wie die heimische, von der Hitze besonders betroffene Saisonware verfügbar ist.“

Die Lebensmittelindustrie steht immer wieder in der Kritik, dass tonnenweise Lebensmittel, die eigentlich genießbar sind, weggeworfen werden, weil sie nicht perfekt aussehen.

18 Millionen Tonnen Lebensmittel landen im Müll

2017 kam der WWF zu dem Ergebnis, dass ein Drittel der jährlich für Deutschland produzierten Lebensmittel im Müll landet, insgesamt 18 Millionen Tonnen im Jahr. Um dem Trend etwas entgegenzusetzen, hat in Berlin bereits ein Supermarkt für abgelaufene Lebensmittel eröffnet.

Doch dabei kann jeder Verbraucher etwas tun, um seinen Verbrauch zu reduzieren. Wie? Diese fünf Tipps zum nachhaltigen Konsum könnten helfen. (sige)