Verkehr

Bahn will mindestens 15.000 neue Mitarbeiter einstellen

Die Deutsche Bahn plant in diesem und im kommenden Jahr tausende neue Mitarbeiter einzustellen. Auch Lokführer werden weiter gebraucht.

Trotz des autonomen Fahrens sollen sich Lokführer keine Sorge um ihr Berufsbild machen, so Bahn-Chef Richard Lutz.

Trotz des autonomen Fahrens sollen sich Lokführer keine Sorge um ihr Berufsbild machen, so Bahn-Chef Richard Lutz.

Foto: Stefan Sauer / dpa

Berlin.  Die Deutsche Bahn will 2019 mindestens 15.000 neue Mitarbeiter einstellen. „Wir wollen wachsen und werden im nächsten Jahr mindestens 15.000 Mitarbeiter neu einstellen. In diesem Jahr werden es mindestens 19.000 sein“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Richard Lutz, unserer Redaktion.

Auch Lokführer müssen sich trotz des fortschreitenden autonomen Fahrens in den nächsten Jahren keine Sorge um ihr Berufsbild machen. „Es wird noch ziemlich lange bis zu einem fahrerlosen Betrieb auf unseren Schienen dauern. Lokführer werden deshalb unbedingt weiter gebraucht.“

Deutsche Bahn will keine Anschreiben mehr

Der Staatskonzern fordert bei Bewerbungen für Auszubildende mittlerweile kein Anschreiben mehr. „Uns ist es wichtig, dass die Bewerber Freude an der neuen Aufgabe haben und zu uns passen – und nicht, ob sie schöne Bewerbungsschreiben abliefern“, begründet Bahnchef Lutz den Schritt.

Was darf ein Fahrkartenkontrolleur?

„Ein guter Zugbegleiter zeichnet sich nicht durch eine „Eins“ im Zeugnis aus. Viel entscheidender ist, ob er gut mit den Kunden und Kollegen umgehen kann.“

Um den steigenden Fahrgastzahlen gerecht zu werden, war bereits im Juni bekannt geworden, dass die Deutsche Bahn eine Milliarde Euro für neue ICE ausgeben will. Im Januar gab das Unternehmen zudem bekannt, 19.000 neue Mitarbeiter einstellen zu wollen.

Konzernchef Richard Lutz hat ambitionierte Pläne. Bis 2030 wolle er die Zahl der Reisenden mit ICE und IC von heute 142 Millionen auf 200 Millionen steigern. Dazu lockt er die Kunden unter anderem mit dem Super Sparpreis, den das Unternehmen kürzlich ausgeweitet hatte. (FMG)