Mailand

Auto-Visionär Sergio Marchionne gestorben

Mailand. Für Fiat Chrysler geht eine Ära zu Ende. Der langjährige Konzernchef Sergio Marchionne, der den italienischen Autobauer Fiat vor dem Aus rettete und durch die Übernahme der US-Marke Chrysler später zu einem internationalen Konzern formte, ist tot. Der 66-Jährige starb an Komplikationen nach einer Schulter-Operation. Erst am Wochenende war er als Vorstandschef ersetzt worden, weil sich sein Gesundheitszustand überraschend verschlechtert hatte.

Marchionne übernahm vor 14 Jahren die Spitze von Fiat und rettete die italienische Marke damals. Fünf Jahre später übernahm er die insolvente US-Marke Chrysler und machte sie später zu einer Ertragsstütze für den Konzern.

Marchionne hatte durch sein unkonventionelles Auftreten hohen Unterhaltungswert. Manch einer feierte ihn als eine Art Rock-Star der Autobranche. Er konnte Mitarbeiter mitreißen, er neigte aber auch zu Wutausbrüchen. Marchionne trat stets im schwarzen Pulli auf. Nur Anfang Juni legte er einen Schlips an – als Fiat Chrysler schuldenfrei war.