Berlin

Autoindustrie will verlorenes Vertrauen zurückgewinnen

Berlin. Die deutschen Autobauer geben sich trotz des Dieselskandals und Handelskonflikts mit den USA optimistisch. „Trotz der wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten ist die deutsche Automobilindustrie stark“, sagte der Vorsitzende des Branchenverbandes VDA, Bernhard Mattes, bei seiner ersten Vorlage der Halbjahreszahlen.

Nach einem guten ersten Halbjahr wollen die deutschen Pkw-Hersteller in diesem Jahr ihre weltweite Produktion um ein Prozent auf einen neuen Höchststand von 16,7 Millionen Einheiten steigern, sagte Mattes. Davon werden 11,2 Millionen Fahrzeuge im Ausland gefertigt und 5,5 Millionen im Inland. Insgesamt beschäftigt die Autoindustrie hierzulande derzeit 832.000 Mitarbeiter in ihren Stammbelegschaften – ein historischer Höchstwert seit 20 Jahren.

Für den deutschen Markt erwartet die Branche 2018 einen Zuwachs bei den Neuzulassungen um ein Prozent auf rund 3,5 Millionen Pkw. Der Heimatmarkt wächst damit aber nicht mehr so schnell wie in der Vergangenheit. Angesichts des Dieselskandals räumte der Verbandschef ein: „Wir haben massiv an Vertrauen und Glaubwürdigkeit verloren.“ Mattes, der selbst seit 36 Jahren in der Autoindustrie tätig ist, möchte deshalb verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. „Dazu gehört, dass wir tun, was wir sagen, dass Verlässlichkeit und Transparenz unser handeln bestimmen“, hob er hervor. „Wir müssen liefern, was wir versprochen haben.“