Washington

Präsident Trump legt sich mit der WTO an

Washington. US-Präsident Donald Trump droht im Handelsstreit der Welthandelsorganisation (WTO) wegen angeblicher Unfairness mit Konsequenzen. „Die WTO hat die USA sehr, sehr schlecht behandelt, und ich hoffe, sie ändert dies“, sagte Trump. Falls nicht, würden die USA „etwas unternehmen“. Zu Berichten über einen angedrohten Austritt aus der Organisation sagte er, derzeit sei nichts geplant. Der US-Präsident hat wiederholt kritisiert, dass sein Land im Welthandel benachteiligt werde, und die WTO beschuldigt, die USA „über den Tisch ziehen“ zu wollen.

US-Medien hatten unter Berufung auf Insider berichtet, Trump habe einen WTO-Austritt vielfach angedroht. Handelsminister Wilbur Ross sprach im Sender CNBC von einem verfrühten Gerede. Die WTO sei sich jedoch im Klaren, dass „einige Reformen“ hermüssten.

Trump verfolgt einen protektionistischen Kurs und hat auch China sowie der Europäischen Union vorgeworfen, sich im Handel mit den Vereinigten Staaten unfaire Vorteile zu verschaffen. Im Streit mit der EU wird es laut Trump schon bald zu Gesprächen zwischen beiden Seiten kommen. Die EU sei daran interessiert, „etwas auszuarbeiten“. Im Streit mit China treten am Freitag US-Strafzölle auf Waren aus der Volksrepublik im Volumen von 34 Milliarden Dollar in Kraft. Dies sorgt für Nervosität an den Aktienmärkten. Der chinesische Leitindex CSI300 rutschte zeitweise auf den tiefsten Stand seit Mai 2017.