San Jose

Apple und Samsung legen jahrelangen Patentstreit bei

San Jose. Dieser Patentstreit hat die Anfänge der Smartphone-Ära mitgeprägt: Apple warf Samsung vor, das iPhone zu kopieren. Die zuständige kalifornische Richterin Lucy Koh ordnete am Mittwoch nun die Einstellung des Verfahrens ein. Dieses ging auf eine Klage von Apple vom April 2011 zurück. Der US-Konzern warf darin dem südkoreanischen Konkurrenten Samsung vor, Design und Technik des iPhones und iPads kopiert zu haben. Die Klage löste einen Patentkrieg mit zeitweise rund 50 Verfahren in mehreren Ländern aus. In dem eingestellten Verfahren hatte Apple von kalifornischen Geschworenen 2012 gut eine Milliarde Dollar zugesprochen bekommen. Samsung legte Berufung ein, der Fall ging zum Obersten Gericht der USA. Es entschied, dass über einen Teil der Summe neu verhandelt werden müsse. Die Geschworenen sprachen dem Konzern im Mai 539 Millionen Dollar zu. Samsung verzichtete mit der außergerichtlichen Einigung darauf, diese Entscheidung anzufechten.

Die Unternehmen kommentierten die Einigung nicht. Apple-Gründer Steve Jobs wollte mit der Klage die Position von Apple im Smartphone-Geschäft verteidigen. Jobs bezeichnete Android laut seinem Biografen Walter Isaacson als „gestohlenes System“. Das Verfahren sorgte kurzzeitig dafür, dass einige Bedienfunktionen von Android-Telefonen verschwanden.