Berlin

Deutsche Konzerne wollen kräftig Personal einstellen

Berlin. Trotz aller Sorgen um Handelsstreitigkeiten und Hackerangriffe blicken Konzernchefs aus den großen Industrienationen eher optimistisch in die Zukunft. Neun von zehn Firmenlenkern rechnen für ihr Unternehmen in den nächsten drei Jahren mit Wachstum, „wenn auch auf eher bescheidenem Niveau“, geht aus einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter 1300 Vorstandschefs großer Unternehmen aus zehn Ländern hervor.

Als größte potenzielle Bremse für ihr Unternehmen betrachten zwei Drittel der Manager die protektionistischen Bestrebungen mancher Staaten. Knapp die Hälfte der deutschen Chefs wolle in den nächsten Jahren die Zahl der Beschäftigten um sechs bis zehn Prozent erhöhen, heißt es in der Studie „Global CEO Outlook 2018“. Im globalen Schnitt rechnen damit nur 36 Prozent. Befragt wurden Konzernchefs aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Großbritannien, Indien, Japan, Australien, China und den USA.

Nach Einschätzung der Bundesbank wird sich die Hochkonjunktur in Deutschland trotz des Wachstumsknicks vom Jahresbeginn fortsetzen. Treiber sei nicht zuletzt die sehr günstige Auftragslage. Das Bruttoinlandsprodukt war nach Schätzungen im ersten Quartal 2018 nur um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Vor allem die Grippewelle im Februar und März habe wohl die wirtschaftlichen Aktivitäten gehemmt.