Bonn

Deutsche Post erhöht Porto für Warensendungen

Bonn. Nach dem jüngsten Gewinnrückgang im Heimatgeschäft erhöht die Deutsche Post das Porto für Bücher- und Warensendungen teilweise deutlich. Für die Büchersendung „Groß“ (bis 500 Gramm) verlangt die Post mit 1,20 Euro ab 1. Juli ein Fünftel mehr als bisher, ­teilte der Dax-Konzern mit. Die Warensendung „Kompakt“ (bis 50 Gramm) soll künftig statt 90 Cent 1,30 Euro kosten. Das sind 44 Prozent mehr als bislang.

Der Schritt kommt nicht über­raschend. Post-Chef Frank Appel hatte angekündigt, dass der Konzern nach einem Gewinnrückgang im Brief- und Paketgeschäft höhere Preise für Inlandssendungen prüfen wolle. Die Post begründete den Schritt mit allgemeinen Kostensteigerungen und höheren Transportpreisen. Die letzte Preiserhöhung bei Bücher- und Warensendungen habe es im Jahr 2013 gegeben.

Bei den größeren Varianten dieser Produktklasse fallen die Preiserhöhungen nicht so stark aus. Für die Büchersendung „Maxi“ steigt der Preis nach Angaben der Post von 1,65 auf 1,70 Euro, für die Warensendung „Groß“ verlangt das Unternehmen statt 1,90 in Zukunft 2,20 Euro. Für Letztere sollen künftig jedoch höhere Rabatte gelten, sodass der Preis für Rabattkunden letztlich gleich bleibt. Andere Briefprodukte sind von den Anhebungen derzeit nicht betroffen. Das Porto für den Standardbrief von 70 Cent ist staatlich reguliert. Allerdings ist eine Erhöhung ab Anfang 2019 prinzipiell wieder möglich.