Herzmedikament

Bayer bestätigt erneute Lieferprobleme bei Flüssig-Aspirin

Bayer ist in Deutschland der einzige Anbieter von flüssigem Aspirin für Herzpatienten. Nun gibt es wieder Probleme mit der Versorgung.

Das Bayer-Logo am Flughafen Köln/Bonn: Die Ursache für die Aspirin-Lieferengpässe sind Produktionsprobleme in Frankreich.

Das Bayer-Logo am Flughafen Köln/Bonn: Die Ursache für die Aspirin-Lieferengpässe sind Produktionsprobleme in Frankreich.

Foto: Christoph Hardt / imago/Future Image

Leverkusen.  Der Pharmakonzern Bayer hat erneut Probleme bei der Auslieferung von flüssigem Aspirin etwa für Herzinfarkt-Patienten. „Wir sind eingeschränkt lieferfähig“, bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Samstag einen entsprechenden „Spiegel“-Bericht. Derzeit liefere man Kontingente, also reduzierte Mengen aus.

Ursache seien Qualitätsprobleme und der Ausfall mehrerer Produktionslinien in Frankreich, wo das Medikament in Lohnfertigung hergestellt werde. „Wir nehmen das sehr ernst. Das ist leider ein längerfristiges Problem. Wir sind in Gesprächen – auch über eine Kapazitätserweiterung“, sagte die Sprecherin.

Medikament kann auch als Tablette verabreicht werden

Bayer ist in Deutschland der einzige Anbieter der flüssigen Form des Medikaments. Es wird zur Blutverdünnung eingesetzt. Bereits im vergangenen Sommer war es zu Lieferengpässen bei „Aspirin i.v.“ gekommen. Damals hatte die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin betont, Grund zur Sorge bestehe nicht. Das Medikament könne auch als Tablette verabreicht werden. Diese Methode habe in den allermeisten Fällen keine Nachteile gegenüber einer Injektion. (dpa)